Zurück in die Zukunft – Mode Trends der 80er Jahre

Mode der 80iger Jahre: Was damals war, ist heute immer noch cool?

Zurück in die Zukunft – Mode Trends der 80er Jahre. In unserem kleinen Rückblick schauen wir nochmal auf die modischen Highlights. Was geht für euch heute noch und was ist für euch ein No Go?

Hot or Not? Das waren die modischen Highlights der 80iger

Romantische Rüschen und Volants

Rüschenblusen waren bei den Mädels und Frauen in den 1980er Jahren der ganz große Renner, heute muten diese guten Stücke eher altbacken an. Sie wurden zu Jeans und Röcken getragen und leuchteten in Grün, Blau, Rot, Pink, Lachsrosa oder kamen in klassischem Weiß zur Geltung. Stoffe, wie Seide, Taft oder Spitze perfektionierten den romantischen Look. Aber auch Baumwolle war schwer angesagt. Plissierte Rüschen, die vom Hals bis zur Taille verliefen oder breite Volants im Schulterbereich hatten ebenso Hochkonjunktur wie Volants an den Schultern, Rüschen am Kragen und an der Knopfleiste.

Übrigens war die Rüschen- oder Volantbluse auch das It-Teil für die Disco, kaum vorzustellen, aber wahr. Ein großer Anteil an dieser Modewelle hatte auch der Hype um die Hochzeit von Prinzessin Diana und Prinz Charles, denn Lady Di in ihrem verspielten, schüchternen Mädchenlook brachte die Modewelt in Wallung. Es finden sich nicht wenige Bilder in den alten Zeitschriften, auf denen die unvergessene Prinzessin der Herzen in einer Rüschenbluse strahlt.

Teddy Mäntel

Kuschelig und warm zeigten sich in den 80er Jahren die Teddy Mäntel von ihrer besten Seite. Dabei sind Plüschmäntel im eigentlichen Sinne nichts Neues gewesen, doch so bunt und witzig wie in den 80er Jahren hatte man sie bis dato noch nicht gesehen. Leuchtendes Pink, knalliges Gelb oder Grün oder aber Tierfellmuster zierten die weiten Mäntel mit Schal- oder Stehkragen.

Stiefel dazu waren ein Must Have, aber auch Sneaker und dicke Wollstulpen konnten sich dazu sehen lassen. Blühende Sommerwiese auf der Vorderseite oder Motocross-Action auf der Rückseite, verrückte Motive fehlten bei Teddymänteln nicht. Überbreite Schultern machten auch den Männern Konkurrenz. Druckknöpfe als funktionale Verzierung und eine Kordel am Saum, damit das Teil in der Weite gebändigt werden konnte, waren weitere Highlights der Plüschtiger zum Anziehen.

Ob weite Glockenärmel oder Manschetten, das war eine reine Geschmacksfrage. Der Rest zwar auch, aber so mancher Trend aus den goldenen 80er Jahren findet heute nur schwer wieder in die Modeszene zurück. Es sei denn, die Winter bleiben so kalt wie 2010, dann ist ein Teddymantel eine wirklich angenehme Angelegenheit, wenn auch nicht gerade in knalligem Pink, es sei denn, Paris Hilton trägt einen, dann wird auch das wieder der Trendklassiker schlechthin.

Ach ja noch etwas am Rande. Der Teddyplüschstoff besteht aus Kunstfasern und sollte vornehmlich gereinigt werden (Tipps dazu hier). Übrigens für alle, die sich selbst so ein schickes Teil nähen wollen: Einfach ein Schnittmusterheft aus den Achtzigern sowie den passenden Stoff besorgen und schon ist das Teddy Plüschmantel Revival perfekt. Farbige Strumpfhosen nicht vergessen und rote Pumps!

Männermode: Auch für Frauen in den 80er Jahren mega angesagt!

Streifenjackett oder das bunte Karohemd vom Bruder, Hauptsache nur ausgeliehen! Vaters Sakko wird zum lässigen Blazer umfunktioniert, die Ärmel werden hochgekrempelt, da sie natürlich viel zu lang sind. Ein alter Herrenhut vom Opa ist das Non Plus Ultra bei diesem Style. Bunte Bänder geben dem Stück ein wenig Pepp.

Herrenwesten, möglichst kurz und aus dem Secondhand Laden, werden zu Bermudas oder zum kurzen Rock getragen. Die Fliege dient als extravaganter Halsschmuck. Variiert und aufgepeppt wird mit Spitzentüchern, knallbunten breiten Gürteln und Schals.

Das karierte Jungenhemd wird zum Minikleid, ein Gürtel formt die Taille, dazu passen Leggings und extra Ringelsöckchen mit Pumps wunderbar. Eine Krawatte ist etwas für Mutige. Gestreift oder kariert muss unbedingt sein, aber auch einfarbig geht. Auch übergroße Sakkos können zu Minikleidern umgestylt werden, eine rote Strumpfhose und weitere Accessoires mit dem obligatorischen Gürtel in der Taille dürfen nicht fehlen.

Gemixt wurde eben damals was das Zeug hielt. Was wir heute klar als Stilbruch definieren, das war in den Achtzigern ein großes Spiel. Karierte Spencer zu gestreiften Hosen, dazu Rüschenbluse und Fliege. „Unmöglich“ würden wir heute sagen, lediglich am Fasching wäre das noch eine Option, oder?

Husaren-Jacken – Der beliebte Uniform Stil der Achtziger

Uniform Jacken zu jeder Art von Hosen oder Röcken bestimmten besonders die Musikwelt der Achtziger Jahre. Das hat auch die Fans und modebewussten Männlein und Weiblein nicht kalt gelassen und so sah man in der Disco oder auf den Festen die entsprechenden Outfits. Dabei diente der Kostümfundus oder der Second-Hand-Laden als Quelle für die meist originalen oder nachgearbeiteten Teile.

Feuerwehrjacken oder Husaren-Uniformen mit vielen Kordeln und Knebelknöpfen waren der Hit. Dieser Trend kam dem Drang nach Auffälligkeit und Anderssein zugute, denn die Jugend entwickelte sich modisch in den 1980er Jahren komplett neu und verabschiedete sich vom Schlaghosen und Flower Power Look. Hippies hatten in den Achtzigern nun wirklich modisch ausgedient.

Coole Schuhe

Auf Schritt und Tritt in den Achtzigern mit coolen Schuhen. Schnallen, Schleifen und Bänder zierten die spitzen Ballerinas und Pumps in diesem Jahrzehnt. Es gab keine festgelegte Absatzhöhe, alles war erlaubt. Materialtechnisch durfte die ganze Palette ausgeschöpft werden, darunter z.B. Nylonnetz, Lackleder, geflochtene Lederriemchen, Stoff.

Die angesagten Haremshosen wurden nur mit flachen Treterchen kombiniert. Hochhackige Pfennigabsätze quälten sich durch unwegsame Straßen. Flache Ballerinas mit oder ohne Schnürung, Hauptsache immer superspitz vorne zulaufend, gehörten zu den Favoriten bei den Damen.

Aber auch die Herren der Schöpfung liebten es bei den Schuhen ziemlich spitz, inspiriert von New Wave und Gothic-Punk. Schnabelspitze wurde bei Stiefeletten und Halbschuhen an beiden Geschlechtern oft gesehen. Creepers, die auch „Salon-Schleicher“ genannt wurden, hatten am männlichen Fuß Hochsaison. Die dicksohligen Lederschuhe im weißen Dandy-Look mit Schnürung und verspielten Extras galten besonders in den prägnanten Szenen als Kultschuh. Dazu trug der modische Mann sogar goldene Söckchen, wow.

Eher spacig erinnerten Metallic-Schlüpper an Raumschiff Enterprise, fehlte nur noch das coole T-Shirt von Mister Spock und der Sci-Fi-Look ward neu geboren.

Mickey Mouse lässt Grüßen – Comicdrucke

Comicstrip-Motive waren in den 80er Jahren auf Jacken, Röcken, Shorts, Hemden und Hosen zu finden. Außerdem kamen die witzigen Motive auf der Kleidung fast schon einer Aufforderung zum Ansprechen nach, denn man durfte nun ungeniert auch mal länger vor einer schönen Frau stehen bleiben, nach dem Motto. „Ich will doch nur den Comic lesen“.

Heute wäre es eher eine Lachnummer mit einem wattierten, breiten Blouson und einem Mickey Mouse oder Pink Panther Strip durch die Shopping Meile zu laufen. Obwohl, Aufsehen garantiert das allemal. Ist ja keiner mehr gewohnt.

Supermann lachte früher von knackigen Shorts und hat bestimmt auch auf dem Tennisplatz für den ein oder anderen interessierten Blick gesorgt. Lange Hosen mit einem Comic erforderten hingegen schon etwas mehr Mut, vor allen Dingen, was die Kombination der übrigen Kleidungsstücke anging. Meistens waren dicke, einfarbige Strickpullover dazu der beste Partner, Mädels trugen farbige flache Ballerinas. Bei den Herrenhemden sahen Tarzan-Motive gar nicht mal so schlecht aus und das lässt sich auch heute wieder als netter Modegag wagen

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