Zu viele Vitamine sind schädlich

Vor kurzer Zeit haben wir in diesem Artikel  über Vitamine und ihre Auswirkungen berichtet. Ein ausgewogener Vitaminhaushalt ist wichtig, aber dennoch sollte man sich nicht wahllos Vitamine zuführen, denn zu viel des Guten kann schädlich sein.

Bei Vitamin-Überdosis drohen Organschäden!

Nehmen wir beispielsweise das Vitamin A. Vitamin A steckt vor allem im Wintergemüse wie in Grünkohl, Spinat und Mohrrüben. In 100 Gramm Spinat sind 0,8 Milligramm Vitamin A enthalten. Die empfohlene Tagesmenge liegt bei etwa 2 bis 6 mg (je nach Quelle). 100 Gramm Spinat ist nicht viel, wenn man es vor sich auf dem Teller liegen sieht. In überhöhter Dosis kann dieses Vitamin aber die Leber angreifen. Auch zu viel Vitamin B3 (Niacin) greift die Leber an. Vertreten ist es in Schweineleber (15 mg pro 100 g) oder in Cornflakes (ebenfalls 15 mg pro 100 g).

Überflüssige Vitamine werden nicht ausgeschieden

Die landläufige Meinung ist, dass Vitamine, die im Körper nicht verwertet werden, ausgeschieden werden. Das ist nicht ganz falsch, aber es wird nur ein sehr geringer Teil der Vitamine ausgeschieden. Häufig verarbeitet der Körper Vitamine, obwohl der Bedarf bereits gedeckt ist. Über mehrere Jahre führt dies zu Schäden.

Welche Folgen drohen bei Überdosis?

Die Liste der Krankheiten ist lang: Schädigung am Nervensystem (zu viel B6, das in Huhn, Fisch und Kohl vorkommt), Nierensteine (Vitamin C und D, also Fisch, Eier und gewisse Obstsorten) oder verminderter Knochenbau sind noch die am häufigsten vorkommenden Beschwerden. Aber auch Übelkeit kann ausgelöst werden (zu viel Folsäure) und es kommt zu Mundgeruch und Haar- und Nägelverlust (bei Überdosierung von Selen, das enthalten ist in Innereien, Eiern, Fischen und Spargel).

Wie ernähre ich mich ausgewogen?

Zu viele Vitamine sind also nicht gut, aber zu wenige auch nicht. Woher soll man nun wissen, wie viel man wovon zu sich nimmt und ob es ausreichend ist?

Es kommt auf die Essgewohnheit an. Wer über Wochen die gleichen Lebensmittel zu sich nimmt, hat ein erhöhtes Risiko, zu viele Vitamine des gleichen Typ aufzunehmen. Abwechslungsreiche Nahrung ist das A und O der gesunden Ernährung! Gemüse und Getreideprodukte sollten die Hälfte der Tagesmenge ausmachen. Die andere Hälfte besteht aus Obst, Milchprodukten, Getränken, Fleisch/Fisch/Ei und ein wenig Fett (und zwar mengenmäßig in dieser Reihenfolge!)

Tipp: Beim Mittagessen die Hälfte des Tellers mit Kartoffeln (oder Reise oder Nudeln) und Gemüse belegen, erst dann Fleisch und nur wenig Soße.

Schreibe einen Kommentar