Zahnzusatzversicherung – eine Übersicht

Es passiert schneller als man denkt: Zahnersatz, Wurzelbehandlung oder Füllung können auch bei gesunden Zähnen eines Tages nötig sein, auch wenn man momentan beschwerdefrei ist. Eine einfache Füllung bei Karies kann schon mit fünfzig Euro zu Buche schlagen, die der Kassenpatient übernehmen muss. Sind mehr Schichten des Zahnschmelzes betroffen, wird der Anteil höher. Je nach dem, was am Zahn getan werden muss, können zum Beispiel bei Implantaten mehrere tausend Euro als Selbstbeteiligung auf der Rechnung stehen.

Die Zahnzusatzversicherung

Eine Zahnzusatzversicherung kann man bei einer privaten Krankenversicherung abschließen. Sie sichert gegen das Risiko von hohen Kosten bei Zahnbehandlungen ab, insbesondere in Bezug auf Prophylaxe, Kieferorthopädie, Zahnersatz und die allgemeine Zahnbehandlung. Es ist dabei allerdings unüblich, dass die gesamte Summe mit der Versicherung abgedeckt ist. Meistens werden lediglich Prozentsätze festgesetzt, die von Versicherung zu Versicherung variieren.

Selbst Menschen, die keinen Zahnersatz brauchen, profitieren von einer Zahnzusatzversicherung, wenn sie zu Karies neigen. Einige Zahnärzte verwenden generell keine Amalgamfüllung, die von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen wird, sondern konzentrieren sich auf Keramikfüllungen. In diesem Fall muss der Patient einen Eigenanteil bezahlen. Seit 2012 zahlen Frauen und Männer den gleichen Betrag.

Vergleiche lohnen sich

Es ist gerade für Laien fast unmöglich, alle angebotenen Tarife für Zahnersatz zu vergleichen. Im Internet gibt es zahlreiche Vergleichsrechner, die man bemühen kann und es werden regelmäßig Testergebnisse von großen Instituten und Stiftungen präsentiert. Eine allgemeingültige Empfehlung kann nicht ausgesprochen werden, da die Tarife sehr individuell abgestimmt sind. Folgende Kenndaten werden bei einem Vergleich abgefragt (auch hier variieren die Abfragen bei den verschiedenen Vergleichsportalen):

  • Alter des Patienten
  • Ist der Patient gesetzlich versichert?
  • Gibt es fehlende, nicht ersetzte Zähne? (ohne Weisheitszähne)
  • Ist Zahnersatz vorhanden? (Kronen, Brücken, Implantate, Prothesen,…)
  • Ist eine zahnärztliche Behandlung geplant oder wird gerade durchgeführt?
  • Gab es bereits eine Parodontitisbehandlung?
  • Trägt der Patient eine Aufbissschiene oder wurde dies angeraten?
  • Fand in den letzten 24 Monaten ein Kontrollbesuch beim Zahnarzt statt?
  • Besteht eine Kieferfehlstellung?
  • Wird zurzeit eine Kieferregelung durchgeführt?

Bei einigen Anbietern kann man zudem auswählen, welche Leistungen bevorzugt versichert werden sollen.

Monatlicher Beitrag

Der zu zahlende Beitrag variiert sehr stark. Bei unserem Test (Junger Erwachsener, kein bestehender Zahnersatz, Füllungen angedacht, keine Kieferkorrektur) waren monatliche Beiträge zwischen 10 und 50 Euro möglich.

 

2 Kommentare bei „Zahnzusatzversicherung – eine Übersicht“

  1. Ich halte den Abschluss einer Zahnzusatzversicherung auch für sehr sinnvoll. Denn aufgrund der ständigen Änderungen im Gesundheitssystem haben wir es vermehrt mit Leistungskürzungen bei den Krankenkassen zu tun. Müssen einige Zahnbehandlungen gemacht werden, werden uns bei einigen zwar die Kosten übernommen, dennoch müssen wir uns je nach Behandlung mit Zuzahlungen beteiligen, die beträchtliche Summen annehmen können, wenn wir die Behandlungen kontinuierlich in Anspruch nehmen. Aus dem Grund sei jedem, dem seine Zähne wichtig sind, eine Zahnzusatzversicherung ans Herz zu legen. Bei der Auswahl der passenden Zahnzusatzversicherung sollte man darauf achten, dass die Versicherung sämtliche Leistungen beinhaltet und einen Rundumschutz bietet. Darüber hinaus sollte man diese im frühen Alter abschließen, denn je nach Alter und Zustand der Zähne können die monatlichen Versicherungsbeiträge höher ausfallen.

  2. Sicherlich sind Zähne und dessen Versicherung größtenteils notwendig. Doch man darf auch nicht vergessen, dass die Policen schnell an Wert verlieren. Fast halbjährlich werden neue Tarife zu diesem Thema von den Anbietern veröffentlicht. Solche Police gab es schon vor 10 Jahren. Doch diese decken nicht die Prophylaxe ab oder neue Techniken mit Lasern werden ebenfalls nicht unterstützt. Ich denke eine Versicherung zu haben ist wichtig….doch man sollte sich auch immer auf deren Aktualität untersuchen.

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