Wie das Internet unser Leben beeinflussen könnte

Viele Experten haben ihre Meinung zum Internet: Die einen verteufeln es als Zeitfresser und Ausspäher, die anderen sehen darin Entwicklungschancen für die Menschheit, wie sie die Industrielle Revolution ausgelöst hat. Fakt ist: Wir verlassen uns immer mehr auf Informationen aus dem Internet und integrieren kleine Helfer in unseren Alltag. Wohin könnte das in Zukunft führen? Eine Überlegung.

Sparen leicht gemacht

Es ist nicht einfach, mit Geld umzugehen? Wenn man die passende Software hat, schon! Wenn es nach Lieferanten geht, sollte in der Zukunft auf jedem Handy eine passende App installiert sein: Kundenkarten werden in einem virtuellen Portemonnaie transportiert und piepen, wenn man sich einem Laden nähert, in dem sie eingelöst werden können. Ein anderer Ton warnt den Handyinhaber vor einem Kauf von zu teuren Dingen, weil das Handy mit dem Kontostand verknüpft ist. Wenn der Strompreis steigt, sucht das Internet für den Anwender automatisch einen günstigeren Tarif.

Keine Termine mehr verpassen

Schon jetzt tragen viele Menschen in den Handy-Kalender ein und werden zur gegebenen Zeit daran erinnert, ihre Termine auch einzuhalten. Kein vergessener Geburtstag mehr, keinen Ärger wegen des verpassten Hochzeitstages! Aber das Internet kann noch weiter gehen: Mit dem Auto verbunden könnte ein integriertes System in der Zukunft niedrige Ölstände aufweisen oder gleich einen Termin mit der Werkstatt ausmachen, wenn die nächste Inspektion ansteht. Und da das Smartphone natürlich auch über die aktuelle Verkehrslage noch besser informiert ist als jeder Radiosender, kommt man zu keinem Meeting mehr zu spät, weil man im Stau gestanden hat.

Überwachung am eigenen Leib

Nicht nur das äußere Leben wird in Zukunft kontrolliert, man kontrolliert auch sich selbst besser. Der Kühlschrank zeigt die zu bestellenden Lebensmittel an – und bestellt sie gegebenenfalls direkt im Internet. In die Kleidung eingewebte Sensoren messen Blutdruck, Herzschlag und warnen vielleicht vor Epilepsien.

Blindenhunde könnten in Zukunft überflüssig werden. Aber nicht nur uns selbst werden wir kontrollieren, auch unsere Kinder und Haustiere werden überwacht: Ein intelligentes Babyfon misst die Atemfrequenz Neugeborener und gibt einen Alarm bei Abnormalitäten und per Kamera und Internetverbindung hat man immer einen Blick auf den Hund, der im Wohnzimmer auf Herrchens und Frauchens Rückkehr wartet.

Gut oder schlecht?

Man sollte nicht alle diese Ideen rigoros verneinen oder ungefiltert bejahen. Einige Ansätze werden heute bereits gelebt, andere sind in Planung. Die Zukunft wird zeigen, wie sehr wir unser Leben von der Technik abhängig machen wollen und wo die Grenze zum selbstbestimmten Leben jedes Einzelnen liegt.

 

Copyright: Viktor Habbick via freedigitalphotos.net

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