Unheilig & Der Graf: Mit Fleiß und Hingabe zum Erfolg

Der Graf, Sänger der Band ‚Unheilig‘, war einst Hörgerät-Akutisker mit eigenem Laden. Dank seiner Hingabe und dem Fleiß wurde aus dem Aachener jetzt ein Superstar.

Geheimrezept: Der Graf schaffte mit Fleiß und Hingabe den Sprung vom Ottonormalverbraucher zu Pop-Star.

„Es klingt verdammt deutsch, aber wenn du fleißig bist und dein Ziel nicht aus den Augen verlierst und wenn du an dich glaubst, kriegst du irgendwann den Erfolg“, betonte Der Graf im Gespräch mit der ‚B. Z.‘.

Doch nicht alle gönnten dem Sänger von Unheilig, der seine wahre Identität geheim hält, seinen hart erarbeiteten Erfolg: Viele Fans der ersten Stunde kritisierten, dass ‚Unheilig‘ mit ihrem siebten Studioalbum zu Chart-Band wurden und ihr Dasein als Szeneband aufgaben.

„Das war eine der Erfahrungen, die mir wehgetan haben, ich habe immer gedacht, die Leute mögen mich wegen der Musik und nicht, weil ich zu irgendeiner Szene gehöre“, klagte Der Graf über die strenge Reaktion seiner Fans und betonte:“Es ist schon komisch, wenn man erlebt, dass dich Leute auf einmal nicht mehr hören, weil du kein Geheimtipp mehr bist. Und wenn sie dann noch persönlich werden, obwohl ich doch gar nichts gemacht habe. Meine Lieder sind ins Radio gekommen, das war alles.“

2001 erschien das erste Album der Gruppe, ‚Phosphor‘, doch es dauerte Jahre, bis ‚Unheilig‘ einem breitem Publikum bekannt wurden. Die aktuelle Platte ‚Große Freiheit‘ hat sich mehr als eine Millionen Mal verkauft – und auch die strengsten Fans beruhigen sich wieder.

Der Graf schmunzelte: „Mittlerweile kommen die Leute, die sich aufgeregt haben, wieder zu den Konzerten.“

Dass Musik Grenzen aller Art überwinden kann, erlebte der Künstler am eigenen Leib: Zwar stottert er seit seiner Kindheit, doch trotzdem schafft der Star es regelmäßig, vor tausenden von Menschen auf die Bühne zu gehen und zu singen.

„Ich habe schon seit meiner Kindheit ein Sprachproblem, was es genau ist, weiß man nicht. Darum habe ich mit Orgelspielen angefangen, eine Art mich auszudrücken ohne zu reden. Für mich ist es jedes Mal ein Sieg, wenn ich vor vielen Menschen stehe und spreche“

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