Solaranlagen – wann empfehlenswert?

Wann lohnt sich die Installation von Solaranlagen? Die Frage kann leicht beantwortet werden: Immer dann, wenn die Sonne scheint. Nun scheint die Sonne aber bekanntermaßen nicht 24 Stunden am Tag und auch nicht überall mit der gleichen Intensität. Die Frage ist aber eher, wie schnell sich eine PV-Anlage amortisiert, nicht ob sie dies tut. Denn über ganz Deutschland, von Usedom bis Garmisch-Partenkirchen, gibt es genügend Sonnenlicht, um Solaranlagen zu einer lohnenswerten Investition zu machen.

Solaranlagen sind ein echter Mehrwert für Hausbesitzer – wenn sie gut geplant sind

Die wichtigste Frage in Bezug auf Sonnenenergie, die sich Eigenheimbesitzer stellen, betrifft in erster Linie den Ertrag einer Photovoltaikanlage. Wie sieht es am eigenen Wohnort aus und wie viele Module müssten installiert werden, um zukünftig Strom vom Dach zu beziehen. Herrschen Idealbedingungen vor, sprich wolkenloser Himmel und optimaler Winkel von der Anlage zur Sonne, dann kann ein einzelnes Modul bis zu 1.000 Watt erzeugen.

Die Frage ist auch, ob die Anlage eher von direkter oder von diffuser Strahlung Energie gewinnt. Unter direkter Strahlung darf auch eine ungestörte Strahlung verstanden werden, wenn also das Sonnenlicht keinerlei Hindernisse bis zu den Kollektoren zu überwinden hat. Solche Gegebenheiten findet man in Deutschland jedoch nicht gerade häufig, weswegen die Erträge auch bei diffuser Strahlung noch hoch genug sein müssen, damit sich die PV-Anlage lohnt.

Diffuse Strahlung ist das, was nach der Überwindung von Wolken und dichten Teilen der Atmosphäre auf das Modul trifft und zu Strom umgewandelt wird. Addiert man nun beide Arten der Strahlung, so erhält man als Ergebnis die Globalstrahlung. Und diese ist es auch, die für die Installation einer Solaranlage entscheidungsrelevant ist.

Messungen der Globalstrahlung in Deutschland haben ergeben, dass es hierzulande ein deutliches Nord-Süd-Gefälle gibt. So können Besitzer einer Photovoltaikanlage in südlichen Bundesländern mit durchschnittlich 1.190 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr rechnen. Im Norden werden hingegen nur knapp 1.000 kWh/m² erreicht. Für jeden Ort in Deutschland kann die Globalstrahlung ermittelt werden und sollte somit bei der Entscheidung stets Berücksichtigung finden.

Wichtig sind auch Ausrichtung und Neigung des Daches. Der optimale Winkel, mit dem Sonnenstrahlen auf die Kollektoren treffen sollten umso den größten Ertrag zu erzielen, liegt bei genau 90°. Vor allem in Gegenden mit schwächerer Globalstrahlung sollte darauf geachtet werden, dass das Dach möglichst in Richtung Süden ausgerichtet ist.

Ob sich die Einrichtung lohnt, ist aber auch vom Strompreis abhängig. Über Preisvergleiche, wie sie im Internet schnell abgerufen werden können, kann hier eine erste Einschätzung der Lage vorgenommen werden. Von den Investitionskosten, die in der Regel zwischen 2.500 und 3.000 Euro pro Modul liegen, sollte man sich nicht abschrecken lassen. Hier gibt es günstige Förderkredite wie zum Beispiel von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), mit denen sich eine solide Finanzierung relativ leicht auf die Beine stellen lässt.

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