Sind ein schwuler oder schwarzer Tatort ein Tabu?

Axel Milberg bricht eine Lanze und gibt sein persönliches Plädoyer für einen schwulen Kommissar – Die Sender sollen seiner Meinung nach Tabus brechen!

Fast alles hat es beim Tatort schon gegeben – Nur einen schwulen oder schwarzen Ermittler noch nicht

Als Kieler „Tatort“-Kommissar löst Axel Milberg seit zehn Jahren Kriminalfälle. Kürzlich sprach sich der Schauspieler für mehr Mut der Serienmacher von Krimis aus und hat ein deutliches Plädoyer für mehr Tabu-Brüche im „Tatort“ ausgesprochen.

Beinahe jede größere deutsche Stadt hat mittlerweile einen eigenen „Tatort“-Ermittler. Nach Til Schweiger, der in einer Umfrage nach seinem Beliebtheitsgrad als Kommissar schlecht abschnitt, reihte sich jüngst auch Heike Makatsch im Event-Tatort in „Freiburg“ in diese illustre Riege ein.

Axel Milberg steht dem äußerst kritisch gegenüber: „Ich warte noch auf den ‚Tatort Mallorca‘, das ist das einzige Bundesland, in dem bisher nicht ermittelt wird“, sagt er im Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“. „Die Krimi-Schwemme hat zur Folge, dass es alles schon gegeben hat“, so Milberg weiter: „Einen Kommissar, der kifft, nur einen Arm hat, mit seinem Tumor spricht, verdeckt ermittelt, Türke ist.“

Nur einen schwulen oder schwarzen Ermittler habe es noch nicht gegeben. „Ich könnte mir gut einen schwarzen ‚Tatort‘-Kommissar vorstellen. Oder einen Schwulen, so ‚Brokeback Mountain‘ am Sonntagabend. Aber ohne dass man daraus einen Riesenskandal macht. Wir sind ja nicht in Moskau“, sagt Axel Milberg. Offenbar trauten sich die Sendeanstalten aber nicht, „wirklich Tabus zu brechen“.

Schade!

Foto:
ARD

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