Sebastian Bezzel: Schauspiel-Branche in der Krise

Auch „Tatort“-Kommissar Sebastian Bezzel sieht die Schauspiel-Branche in der Krise. Immer weniger deutsche Schauspieler können sich ihre Rollen wirklich selber aussuchen oder gar davon langfristig leben. Ist die Branche in einer Krise? Und werden etablierte seriöse Schauspieler unter anderem auch durch billig Produktionen und Laien-Schauspieler gefährdet?

Sebastian Bezzel findet, dass es immer weniger gute un interessante Rollen gibt

Er kürzlich spielte Sebastian in „Dampfnudelblues: Ein Provinzkrimi“, der im Sommer allein in Bayern mehr als 500.000 Zuschauer in die Kinos lockte. Der Film lief jetzt auch im Fernsehen. Gegenüber „Express.de“ verriet er, dass seine Frau Johanna Christine Gehlen, ein Mitspracherecht hat, welche Rollen er übernimmt oder nicht. Bezzel: „Wir sprechen uns da einfach ab. Wenn meine Frau ein Engagement am Theater hat, sage ich auch halt mal Rollenangebote für mich ab. Ich bin ja froh, es mir leisten zu können, Rollen abzusagen.“

Selbstverständlich sei das aber in der Schauspielbranche nicht, so Sebastian: „Das geht in unserer Branche immer seltener. Immer mehr Kollegen müssen alles spielen, was sie angeboten bekommen – weil es immer weniger Rollen gibt.“

Die Bestseller-Verfilmung „Dampfnudelblues“ musste er glücklicherweise nicht absagen. Im Film spielt eine Hanfplantage eine Rolle. Auf die Frage wie er zur Legalisierung stehe antwortete der Mime: „Ich bin absolut für das Legalisieren. Man muss die Jugendlichen schützen, das stimmt. Das kann man aber nicht durch ein Verbot. Das ist Bevormundung. Ich finde, es gibt ein Recht auf Rausch. Selbstverständlich gibt es Abgrenzungen nach oben: Heroin sollte nicht freigegeben werden. Ich kenne viele Menschen, die etwas rauchen und trotzdem ihre Steuern zahlen, zur Wahl gehen und ihre Kinder sorgsam aufziehen.“

Foto:
Constantin Film Verleih GmbH

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