Revolverheld und Marta Jandova: Gemeinsamer Song gegen Neid

‚Revolverheld‘ haben sich für ihre neue Single ‚Popstars‘-Jurorin Marta Jandová ins Boot geholt. Gemeinsam protestieren damit gegen den Neid in der Musikindustrie.

Zeichen setzen: ‚Revolverheld‘ und Marta Jandová singen nicht nur zusammen, sie protestieren auch gegen den harten Konkurrenzkampf zwischen deutschen Bands.

Revolverheld spielten schon 2005 als Vorgruppe von Marta Jandová´s Band ‚Die Happy‘ (‚Blood Cell Traffic Jam‘) und haben es nun geschafft, die ‚Popstars‘-Jurorin zu einem gemeinsamen Song zu bewegen.

„Mit Marta und ihrer Gruppe ‚Die Happy‘ verbindet uns eine echte Freundschaft. Da lag es nahe, sie zu diesem Duett zu überreden – ein inhaltliches Novum in der ‚Revolverheld‘-Historie“, berichtete Johannes Strate im Interview mit der ‚Welt Kompakt‘, woraufhin Marta Jandová betonte: „Und ich habe gerne zugesagt.“

In den Augen von Revolverheld ist eine Zusammenarbeit zwischen den beiden Bands eher eine Ausnahme. Marta sinnierte: „Es kommt selten genug vor, dass sich Bands zusammentun und gemeinsam einen Song aufnehmen.“

Glaub man Johannes Strate, liegt das vor allem daran, dass hierzulande keiner dem anderen seinen Erfolg gönnt. Der Musiker lästerte: „Man könnte auch sagen, dass sich hier in Deutschland niemand das Schwarze unter den Fingernägeln gönnt. In der Musikbranche herrscht viel Neid.“

Dieser Umstand macht es gerade Newcomer-Bands schwer, Fuß zu fassen. Keinen Grund aufzugeben, stellte ‚Revolverheld‘-Gitarrist Kristoffer Hünecke klar: „Nationale Acts müssen kämpfen, um in der Musikszene überhaupt wahrgenommen zu werden. Selbst in den TV-Shows treten meist nur internationale Stars auf. Da muss man froh sein, dass es Initiativen wie den Bundesvision-Song-Contest von Stefan Raab gibt …“

Doch Revolverheld und Marta Jandová sind sich nicht immer so einig, wenn es um Musik und deren Produktion geht. Denn Während die gebürtige Tschechin in der ‚Popstars‚-Jury neben Detlef D! Soost und Thomas Stein nach der nächsten Generation Castingsbands sucht, finden Strate & Co. TV-Castingshows eher zum Abschalten.

„Ich denke, das Problem ist dieses Sensations-Ding, auf das die Sendungen aufgebaut sind. Die TV-Formate stellen vor allem die Geschichte der Menschen in den Fokus. Nicht ihre Musik“, erklärte Kristoffer Hünecke. Johannes zog die USA als Beispiel, wie man es besser macht, heran: „Da kommt es viel stärker auf Qualität an. Bester Beweis ist Kelly Clarkson. Dass sie entdeckt wurde, ist ein Glücksfall für die Musikwelt“.

Marta Jandová hingegen sieht hinter ‚Popstars‘ ein sinnvolles Konzept und schwärmte: „Es gibt kein geileres! In Tschechien saß ich in der Superstars-Jury. Da hatte ich immer das Gefühl, dass ich den Kandidaten nicht helfen kann. Bei Popstars bekommen die Mädchen echte Unterstützung. Das ist entscheidend.“

Die Single ‚Halt dich an mir fest‘ von ‚Revolverheld und Marta Jandová erscheint am 5. November.

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