Natürlich günstig heizen mit Solarthermie?

Die Heizkosten steigen, der nächste Winter kommt und viele Fragen sich zu Recht, wie am Besten natürlich günstig heizen kann. Solarthermie kann hier für viele sicher eine interessante Alternative sein.

Für wen ist Solarthermie geeignet?

Der letzte Winter war lang und kalt, das haben wir an Hand von Nachzahlungen deutlich zu spüren bekommen. Die Preise für Öl und Gas brechen alle Rekorde und ein Ende der Preisspirale nach oben ist nicht in Sicht. Kein Wunder, dass immer mehr Bauherren und Modernisierer über Alternativen nachdenken.

Um Kosten zu sparen, muß erst einmal Geld in die Hand genommen werden. Vor Projektstart muß dann noch abgeklärt werden, ob auf Solarthermie oder auf Photovoltaik gesetzt werden soll. Dabei ist bei den meisten die primäre Frage in wie fern mit der Anlage Geld verdient werden soll. “Als Renditeobjekt ist nur die Photovoltaik-Anlage geeignet”, so Gerhard Stryi-Hipp, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme.

Natürlich heizen – Sonnenkraft im ganzen Jahr effektiv nutzen

Vor allem die Solarthermie bietet sich hier an, denn diese fortschrittliche Technik ist sowohl energetisch als auch wirtschaftlich lohnenswert. Eine besonders hohe Solarausbeute erreichen Kollektoren mit doppelwandigen Röhren, unter denen speziell geformte Parabolspiegel angebracht sind.

Diese Reflektoren lenken alle Sonnenstrahlen in einem optimalen Winkel auf die Röhren und sorgen auch im Winter für gute Erträge. Das Vakuum zwischen den Röhrenwänden gewährleistet, dass die eingefangene Sonnenkraft komplett der Wärmeversorgung zugutekommt und nicht abstrahlt.

Warum Solarthermie und nicht einfach Solar?

Vakuum-Röhrenkollektoren, die beispielsweise wie das “AquaSystem” des Herstellers Paradigma über diese sogenannte CPC-Technik verfügen, erreichen gut 40 Prozent mehr Leistung als Flachkollektoren. Wenn der Wärmebedarf am größten ist, vor allem im Winter und in den Übergangszeiten, sichern sie zuverlässig kostenlose und umweltfreundliche Solarwärme.

Da in den Röhren kein Glykolgemisch, sondern das Heizungswasser direkt erwärmt wird, können bereits bestehende Heizsysteme einfach durch eine solche Solarthermieanlage ergänzt werden.

Die Nachrüstung einer Solarthermieanlage wird gefördert

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gewährt für solarthermische Anlagen pro angefangenem Quadratmeter Kollektorfläche 90 Euro, mindestens jedoch 1.500 Euro. Bedingung ist, mindestens sieben Quadratmeter Kollektorfläche zu installieren.

Gute Ökobilanz als Nebeneffekt

Mit der Installation einer thermischen Solaranlage trägt man aktiv zu einer Verringerung der klimaschädlichen CO2-Emissionen bei. Eine Solaranlage hat gegenüber konventionellen Warmwasserbereitungssystemen eine eindeutig positive CO2-Bilanz.

Informationen dazu gibt es auf www.bafa.de

Foto:
djd/Paradigma

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