Musik-Streaming? Deutsche sind Oldschool

Den Deutschen sind Downloads lieber als Streaming - noch?!

Musik-Streaming? Deutsche sind hier ein wenig Oldschool. Der Tradition verpflichtet. Spätestens nachdem Apple gestern mit Apple Music seinen Einstieg ins Musikstreaming bekanntgegeben hat, dürfte klar sein, dass Streaming den Musikmarkt in den kommenden Jahren entscheidend prägen wird. Sollte man meinen. Noch stehen die Zeichen voll auf klassische CD´s, die sich jeder zu Hause ins Bord stellen kann.

Kommt mit Apple die Trendwende in Sachen Streaming?

Schon jetzt liegt der Anteil von Streamingdiensten am digitalen Musikumsatz weltweit bei rund einem Drittel – 2008 waren es noch weniger als zehn Prozent.

Doch während Streaming in einigen Ländern, speziell in Skandinavien, schon heute der Standard ist, setzen deutsche Musikfans bislang noch überdurchschnittlich stark auf Downloads. 70 Prozent des Umsatzes mit digitaler Musik entfiel hierzulande im vergangenen Jahr auf Downloads – weltweit waren es nur noch 52 Prozent.

Aber trotz der zunehmenden Bedeutung des Streamings sind in Deutschland CD-Alben noch immer der Umsatzbringer im Musikmarkt. Sie machten 2014 zwei Drittel des Verkaufsumsatzes aus. Gefolgt werden sie von Downloads – sowohl von Einzelsongs, Alben wie auch Klingeltönen. Auf diesen Bereich fallen derzeit etwa 17 Prozent. Doch bereits an dritter Stelle mit über 8 Prozent werden Streaming-Erlöse aufgeführt – Tendenz steigend.

Streaming ist der Wachstumsmarkt in der Musikbranche. Kein Wunder, dass sich nun auch Apple diesem Segment zuwendet, was für weiteren Aufschwung sorgen könnte. 2014 betrug der Umsatz mit Streaming Abos in Deutschland laut Bundesverband Musikindustrie rund 108 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr hat er sich damit beinah verdoppelt. Bereits von 2012 zu 2013 gab es eine Verdopplung. Damit ist Streaming mittlerweile bedeutender als der Download von Singles.

Schreibe einen Kommentar