Männerklamotten, die Frauen anmachen

Der Boyfriend Style hielt in den 80er Einzug in deutsche Kleiderschränke

Männerklamotten, die Frauen anmachen – Oder der Reiz von maskuliner Kleidung für Frauen. Die Klamotten vom Freund oder dem Freund der Freundin waren in den 1980er Jahren schwer in Mode und finden auch heute immer wieder ihren Weg auf die Catwalks dieser Welt. Warum nur? Nun ja ein bisschen maskulin schadet ja nicht, im Gegenteil, es kann bei Frauen sehr anziehend wirken und das gleich im doppeldeutigen Sinne.

Boyfriend-Style, Männerklamotten & Emanzipation – es lebe Fashion

Die 1980er Jahre waren modisch ein Experimentierfeld, in Sachen Männermode für Frauen stellten sie allerdings keine revolutionäre Erscheinung dar, wie unsere kleine modische Zeitreise zurück in die 1920er bis 1940er Jahre zeigt. Frauen wie Marlene Dietrich gelten bis heute als Vorreiter für den maskulinen Look und zeigen, dass der maskuline Touch eine interessante Seite für Frauen ist, die sich ansonsten auch gerne als Vamp sehen.

Revolutionäre Frauenmode: Gleichheit für Männer und Frauen

Raus aus dem Zwangskorsett der langen Kleider, hinein in die neue Beinfreiheit und in einen Style, der auf den ersten Blick vielleicht nicht unbedingt sexy wirkt, weil er mehr verhüllt als zeigt. Die Mode für Frauen änderte sich ab den 1920er Jahren sehr stark. Der maskuline Frauentyp avancierte in den Modeblättern dieser Zeit zu einer Stilikone, die besonders Frauen im Aufbruch ansprach. Raus aus der ewig typischen Frauenrolle mit den Klischees Heim, Herd, Kinder und Unterordnung. Die Frauenbewegung setzte sich in Bewegung und mit ihr auch die Mode.

Knielange weite Kleider ohne Abnäher, Bermuda-Shorts, Blusen im Hemdenstil und Hosenanzüge definierten für die Frau, die für ihre Rechte kämpft, die authentische Kleidung. Bis in die 1940er Jahre hielt dieser Modetrend für die selbstbewusste Frau an, bevor die Wirtschaftswunderjahre und der Rock ´n´ Roll sich vom stark maskulinen Erscheinungsbild der Frau verabschiedeten und Designerkleidung und Petticoat sowie reizvolle Dekolletés wieder mehr Weiblichkeit und Sexappeal zum Vorschein brachten. Hosen waren hingegen auch in dieser Zeit eine Errungenschaft, welche die erreichten Veränderungen in der Frauenbewegung noch deutlich symbolisierte.

Der Businesslook für Frauen

Das Kostüm, bestehend aus Hosen und Jacke oder Rock und Jacke, gemixt mit einer Bluse und passenden Schuhen mit Absatz sind aus dem Business nicht mehr wegzudenken. Frauen in gehobenen Positionen passen sich damit einerseits an, zeigen jedoch auch ihre gleichwertige Stellung in Männerdomänen.

Zudem hat es die Gesellschaft verinnerlicht, dass je nach Geschäftsbereich- und Anlass, die klassische Anzugvariante für beide Geschlechter angemessen ist. Der maskuline Look für Frauen hat auf Männer vielfach eine sehr anziehende Wirkung, denn die Business-Mode für Frauen ist durchaus nicht konservativ, sondern je nach Ausführung sogar sexy.

Männermode-Tipps für Frauen, die das reizvolle Spiel lieben

Trenchcoat, enge Jeans, Stulpenstiefel, ein breites Tuch und ein großer Herrenhut sehen auch bei Frauen einfach umwerfend aus. Mystisch und gleichzeitig intelligent erinnert so ein Outfit an den gewitzten Sherlock Holmes oder aber an den smarten Bogie, der gerne tief in die Augen schaut.

Verspielt romantisch wird das kleinkarierte Karo-Jacket von Freund oder Papa mit einem Ballonrock und einem extrabreiten Gürtel um die Taille. Dazu Ballerinas und einen verführerischen Pferdeschwanz wie Brigitte Bardot. Unter dem Blazer blitzen entweder die hochgeschlossene, schmal geschnittene Businessbluse in Weiß – dann aber bitte nicht die Hornbrille vergessen – oder aber die Rüschen vom Spitzen-BH hervor. Extravagant wird das Outfit mit gehäkelten Spitzenhandschuhen.

Foto:
Maria Morri / Flickr / CC BY-SA 2.0

Schreibe einen Kommentar