Kunstfigur Bushido – wie der Gangster-Rap siegte

Die Kunstfigur Bushido zeigt Deutschen Politikern wie man mit heiler Haut davon kommt – wahrscheinlich. Genialer Schachzug? Denn als freier Künstler verhilft Bushido nun seinem Gangster-Rap zum Sieg. So machen dürfte das mächtig ärgern!

Der ganze Bushido Vorfall wird jede Menge flasche Signale setzen und sich verheerend auf Jugendliche auswirken

Denn wieder mal zeigt sich, dass in Deutschland niemand etwas zu befürchten hat. Weder wenn er/sie massiv andere beleidigt und diskriminiert noch, wenn jemand einen anderen zu Tode prügelt. Hallo Deutschland, du Weichei-Staat! Eines ist klar: Seine Provokationen sind reines PR Kalkül – Doch welche Signale werden damit gesetzt?

Was war passsiert?

Politiker und Prominente waren mit ihm per Du, Burda verlieh ihm gar einen Integrations-Bambi. Nun beißt Rapper Bushido offenbar in die Hände, die ihn fütterten: In einem Video zum neuen Song seines Rap-Kollegen Shindy droht er mit Gewalt und Tod. Gerichtet sind die Angriffe gegen Grünen-Politikerin Claudia Roth und Serkan Tören (FDP). Wörtlich heißt es in dem Song „Stress ohne Grund“.

„Ich schieß auf Claudia Roth“ und „ich will, dass Serkan Tören jetzt ins Gras beißt“ – dazu knallen Schüsse in dem Video, das bislang 1.000.000 Mal auf YouTube angeklickt wurde bis es gesperrt war. Claudi Roth hatte Bushido des Antisemitismus bezichtigt, weil er sein Twitter-Profil mit einer Karte schmückte, die das Gebiet Israels in palästinensischen Farben zeigt.

Serkan Tören wiederum wollte ihm den Bambi-Preis aberkennen lassen, weil bekannt geworden war, dass Bushido mit einem mutmaßlich kriminellen, libanesischen Großclan eng verbunden ist. Die FDP-Bundestagsfraktion verurteilte „den Angriff auf Tören auf das Schärfste“. Der parlamentarische Geschäftsführer Jörg van Essen sagte: „Wir stehen für die freie Entfaltung von Kunst und Kultur. Hier ist aber jede Grenze absolut überschritten.“

Und Grünen-Sprecher Jens Althoff ergänzte: „Das hat nichts mehr mit Rap und Kunst zu tun.“ Promis wie Oliver Pocher und Cindy aus Marzahn werden ebenso Schmähworte gewidmet wie Rapper Kay One, der sich von Bushidos Plattenfirma getrennt hatte. Gehetzt wird obendrein gegen Homosexuelle und den Regierenden Bürgermeister Wowereit.

Wowereit hatte übrigens Strafanzeige gegen Bushio gestellt, ebenso wie Serkan Tören. Bushido selbst verteidigt seine Gewaltfantasien in der ARD. Er sei in den letzten Monaten „unzählige Male“ von dem FDP-Politiker Serkan Tören und Grünen-Chefin Claudia Roth beschimpft worden, so Bushido. Nun habe er „dem Druck das Ventil geöffnet“. Er beabsichtige aber „in keiner Art und Weise, diese Menschen wirklich körperlich oder geistig anzugreifen“.

Fotos:
highgloss.de

Ein Kommentar bei „Kunstfigur Bushido – wie der Gangster-Rap siegte“

  1. Rap ist allgemein keine Kunst, sondern Abfall.
    Davon abgesehen heißt es “genial” und nicht “genieal”!

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