Karl Lagerfeld: Ich bin der Boss bei Chanel

Karl Lagerfeld behält nichts von seinen alten Designs und lebt lieber in der Zukunft. Zudem gesteht er sich gern benutzen zu lassen, sagen lässt sich der Altmeister aber nichts – auch auf einem Ego-Trip ist er nicht!

Der Boss: Karl Lagerfeld lässt sich gern benutzen, auch bei Chanel, lässt sich aber nichts sagen.

Karl Lagerfeld ist neben seinem eigenen Label, der Art-Direktion bei Fendi auch Kreativ-Chef bei Chanel und hat da auch das Sagen: „Niemand erzählt mir bei Chanel, was ich zu tun habe – ich bin dort, um benutzt zu werden“, erklärte Karl Lagerfeld auf einer Konferenz in London. „Ich mag es, gebraucht zu werden, aber auch nur so, wie ich denke, dass ich gebraucht werden soll. Die Leute denken, ich bin auf einem Ego-Trip, aber das stimmt nicht. Ich kann aus den Leuten herausholen, was sie ausdrücken wollen oder nicht.“

Karl Lagerfeld fügte außerdem hinzu, dass er für den Moment leben würde und kein Interesse daran hätte, zurückzublicken. Das bedeutet auch, dass er von Designern gelangweilt ist, die ständig Ideen aus der Vergangenheit benutzen – dies sollte nur passieren, wenn man es auf eine bestimmte Weise machen würde.

„Wenn man etwas wieder beleben möchte, kann man es nicht mit Respekt machen. Das ist der Todesstoß – man kann nur etwas aufbauen, wenn man etwas zerstört hat. Ich habe keine Archive, ich habe nichts behalten. Andere Leute können dies für mich tun. Ich lebe im Jetzt“, erklärte Karl Lagerfeld.

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