JVA Vechta: Mode aus dem Knast

Die JVA in Vechta macht es vor: Es muss nicht immer die Mode vom Edeldesigner sein, auch was hinter schwedischen Gardinen gefertigt wird, kann kultige Mode sein. Wie wär’s mit Shirts aus dem Knast?

Die JVA Vechta macht Mode: Jailhouse Shirts – das rockt

Angefangen hat alles in einer JVA in Niedersachsen – in Vechta. Dort kam man auf die Idee, die Insassen nicht länger mit dem Kleben von Tüten zu beschäftigen, sondern sie (welche Ironie) Roben für Richter und Staatsanwälte nähen zu lassen. Die Roben fanden einen so großen Anklang, dass andere Justizvollzuganstalten diesen Gedanken aufgriffen und jetzt ebenfalls in Mode machen.

Das Hamburger Gefängnis Santa Fu, oder wie es richtig heißt die Justizvollzugsanstalt Hamburg-Fuhlsbüttel kam auf den Gedanken Shirts zu schneidern und dieses Shirts sind der Renner. Wer eines dieser heißbegehrten T-Shirts haben will, muss sich mittlerweile in eine Liste eintragen lassen, denn es gibt Lieferengpässe. „Auf Bewährung“, „Freigänger“ oder „Made in Jail“ ist auf diesen Shirts zu lesen. Wer das Geschenkset bestellt, der bekommt ein Shirt mit der Aufschrift „Bleib sauber“, zusammen mit einem Stück Seife und einer Tube Zahnpasta. Alles original aus dem Knast, versteht sich.

Das Geschäft mit den Knastartikeln läuft so gut, dass man sich in Santa Fu, auf Anregung der Kunden jetzt dazu entschlossen hat, neben den Shirts auch noch formschöne und praktische Grillschürzen für die sommerliche Grillparty anzubieten. Übrigens, es gibt nicht nur Mode aus dem Knast, auch Produkte für die Hautpflege sind im Angebot. So stellt die Frauenjustizvollzugsanstalt in Vechta Gesichtspflegecremes und Lotionen aus Sanddorn her, die ebenfalls einen reißenden Absatz finden.

Bildquelle: Gerd Altmann / Pixelio

Ein Kommentar bei „JVA Vechta: Mode aus dem Knast“

  1. Wo kann ich denn die Knastmode aus Vechta bestellen?

Schreibe einen Kommentar