John Galliano trägt, was andere hassen

John Galliano hat keine „Hass-Kleidung“, weil es gewöhnlich damit endet, dass er grade Anwärter-Stücke auf diesen Titel letztendlich selbst trägt.

Stil, oder nicht Stil? John Galliano trägt schon mal die Klamotten, die andere anfänglich als Hass-Kleidung bezeichnet hätten

John Galliano – exzentrisch – mit eigenem Label war der kreative Kopf des Labels ‚Dior‘. Er ist bekannt dafür, sich gerne ausgefallen zu kleiden, was er nicht nur auf Modenschauen regelmäßig unter Beweis stellte, sondern auch im alltäglichen Leben.

Das Geheimnis seines Erfolgs beschrieb er damit, niemals etwas als möglichen Trend auszuschließen: „Ich habe modetechnisch keine wirkliche Hass-Kleidung, ich bin eine ziemlich positive Person“, machte John Galliano beim Video-Interview mit dem ‚Harper’s Bazaar‘ deutlich. „Man stellt fest, dass die Sachen zwei Saisons später das Ding sind und man sie selbst trägt.“

Wo auch immer er ist, versucht John Galliano die Umgebung in sich aufzunehmen und sie in seinen Kreationen zu verarbeiten. Daher findet er auch überall Inspiration, worauf er stolz ist: „Es ist egal, in welcher Stadt ich mich befinde, ich bin konstant inspiriert. Ich glaube, wenn man langsamer macht und einfach hinsieht, kann man überall Schönheit entdecken. Man weiß wirklich nie, wo sie auftauchen wird, sie entzündet ein Brainstorming in meinem Team, dann machen wir ein Forschungsbuch mit Filmen und Entwürfen und Fotos. Das ist erst mal der Anfang einer Geschichte; bevor ich anfange, den Körper zu entwerfen. Da erkennst du die Essenz und die Muse.“

John Galliano selbst hat einen recht wagemutigen Stil – er lässt sich gern das Haar flechten und trägt reich geschmückte Kleidung. Trotzdem behauptet er, auf der Straße nicht erkannt zu werden, wenn er es nicht darauf anlegt: „Ich komme tatsächlich öfters nach New York, als die Leute denken, aber normalerweise geschieht das unbemerkt, weil ich einen straffen Terminplan habe“, erklärte John Galliano im Video mit Zöpfen und riesigen Ohrringen, „Ich sehe nicht so aus wie jetzt gerade.“

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