Jasmin Tabatabai: Ein Buch für Thilo Sarrazin

Jasmin Tabatabai schrieb ein Buch über ihre Kindheit im Iran, um zur Abwechslung kein trauriges Schicksal aus diesem Land zu erzählen. Vielleicht auch ein Interessantes Buch für Thilo Sarrazin?!

Neue Wege: Jasmin Tabatabai erzählt in ihrem Buch ‘Rosenjahre’ von ihrer zauberhaften Kindheit im Iran.

Jasmin Tabatabai wurde 1967 in Teheran geboren und zog erst 1979 nach Deutschland. In Talkshows wird die Halbiranerin oft auf die schlimmen Verhältnisse angesprochen, in denen gerade Frauen im Iran leben müssen.

Vielleicht gerade deshalb erzählt die Erstlings-Autorin in ihrem Buch die schöne Geschichte ihrer Kindheit in Persien und über die große Liebe zwischen ihrer Mutter und ihrem Vater.

“Es gibt jetzt mittlerweile so viele Bücher über Leute aus dem Iran, die ihre traurigen Schicksale aus der Zeit der Revolution erzählen, und ich habe dann immer gedacht, wie schön doch die Geschichte meiner Mutter ist. Wie sie meinen Vater auf dem Oktoberfest in München kennenlernte und mit ihm zwanzig Jahre in Teheran verbracht hat”, erklärte Tabatabai im Interview mit der ‘Bild am Sonntag’.

Dass sie in ihrem Buch ‘Rosenjahre‘ nicht kritisch mit der Politik des Landes umgeht, will sich die Künstlerin nicht vorwerfen lassen. Lieber bezeichnet die Jasmin Tabatabai ihr Werk als “Liebeserklärung” an ihre Heimat: “So ist es gemeint, ja. Natürlich ist es auch sentimental, weil es von der Zeit meiner Kindheit handelt. Und immer, wenn man an solche vergangenen Zeiten denkt, erscheint einem das unschuldiger, naiver und irgendwie rosiger. Vielleicht kommt daher auch der Titel, ‘Rosenjahre‘, betonte Jasmin.

1986 war Jasmin Tabatabai zum letzten Mal im Iran und bis sich die Lage im Land gebessert hat, will die Entertainerin nicht zurückkehren. Diese Entscheidung erklärte sie wie folgt: “Ich habe zwei kleine Kinder. Ich werde doch nicht das geringste Risiko eingehen. Nein, ich warte darauf, dass sich die Verhältnisse ändern. Dann fahre ich sofort wieder hin.”

Trotzdem: Die Sehnsucht nach dem Persien ihrer Kindheit wird die Schauspielerin nie verlieren. “Ich habe immer noch Heimweh. Dieses Heimweh, das alle Exilanten haben. Das ist eine Wunde, die sich nicht verschließt. In mir ist eine tiefe Sehnsucht nach der Unschuld der Kindheit und nach dem Land der Kindheit. Aber natürlich weiß ich, dass es dieses Land so nicht mehr gibt”, seufzte Jasmin Tabatabai.

Ob Thilo Sazzazin auch mal ein Blick in Jasmins Buch wirft?

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