Jan Josef Liefers: Moderation? Bitte nicht!

Ohne Zweifel verfügt Schauspieler Jan Josef Liefers in seinem Fach über zahlreiche Qualitäten, doch die Moderation scheint nicht sein Spezialgebiet, wie er auf dem diesjährigen Deutschen Filmpreis eindrucksvoll bewies.

Jan Josef Liefers nervte die Zuschauer des Deutschen Filmpreises mit lahmen Gags

Laut „Spiegel-online“ grenzte die ganze Show gar an „Dilettantismus“. Glaubt man dem Bericht des Magazins, manövrierte sich Jan Liefers an fast jeder Pointe vorbei und quälte mit seinem Unvermögen die Zuschauer.

Hinzu seien „ein hässliches Licht und eine überforderte Bildregie“ gekommen, die „in den unpassenden Momenten auf die Gesichter der Verlierer hielt, wenn diese gerade noch zu verdauen hatten, dass es leider nicht zum Sieg gereicht hatte“.

Allein die Dankesrede von Edgar Reitz für die Auszeichnung seines Epos „Die andere Heimat“ und vor allem seine „klugen, präzis gewählten Worte“, mit denen er die Preise für den Film (Beste Regie, Bestes Drehbuch, Bester Film des Jahres) entgegennahm, „sorgten für die wenigen Momente von Intelligenz und Würde bei einer Show, die – würde sie jemand ernst nehmen – die deutsche Filmbranche eigentlich in die Existenzkrise stürzen müsste“, so das Online-Magazin.

Der Ehrenpreis ging verdient an einen gesundheitlich angeschlagenen Helmut Dietl. In der Kategorie Bester Hauptdarsteller Dieter Hallervorden mit „Sein letztes Rennen“. Die meisten Preise gingen aber an „Das finstere Tal“. Neben der Silbernen Lola für den zweitbesten Film des Jahres räumte der Alpen-Western vor allem in den technischen Kategorien ab.

Foto:
highgloss.de

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