Ist Reinhold Beckmann das Bauernopfer?

Was waren die Gründen für das Aus von Reinhold Beckmann? Sehr zum Leidwesen seiner Fans soll die Talkshow von Beckmann Ende 2014 zum letzten Mal auf der ARD laufen. Verschiedene Versionen ranken sich um das „Aus“ der Sendung. Bei „Bild“ heißt es, der Soft-Talker habe sie aus eigenen Stücken geopfert, weil es einfach zu viele Talkshows in der ARD gibt.

Wie bitte? Wer opfert bitte freiwillig seine eigene Show und sägt sich selber den Ast ab?

Zitat: „Ich wollte souverän in meiner Entscheidung sein. Die Debatte um die Talkshows glich ja fast einem Abzählreim – und ich wollte nicht mitverrechnet werden. Es gab zu viel Gerede über zu viel Gerede.“

„Spiegel Online“ hingegen sieht in, Reinhold Beckmann´s Aus einen geschickten Schachzug. Er macht laut der Spiegel Version aus einem „Karriere-Desaster einfach einen PR-Erfolg“. So soll er einen Tag vor einer Sondersitzung der Intendanten, bei der das Aus für die Talk-Show besprochen werden sollte, dem Intendanten des Norddeutschen Rundfunk Lutz Marmor mitgeteilt haben, dass er seine Sendung einstellen wird.

2012 hatten – nach einem Sendeplatzwechsel von Montag auf Donnerstag – im Schnitt nur noch 1,04 Millionen Menschen bei „Beckmann“ eingeschaltet. Gemeinsam mit der ARD arbeitet der Hamburger an einem neuen Format mit „mehr filmischen Formen“ und hochkarätigen Gästen. Der ARD-Sportschau bleibt der Moderator erhalten.

Foto:
NDR Morris Mac Matzen

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