Ist Kaffee wirklich ungesund?

Kaffee – Lieblingsdroge unserer Zeit. “Erst mal ‘nen Kaffee vorm Aufstehen” scheint die Devise vieler Menschen zu sein. Der durchschnittliche Deutsche trinkt mehr als 150 Liter Kaffee im Jahr, also jeden Tag etwa zwei Becher (die einen mehr, die anderen weniger). Spitzenreiter ist Finnland, hier trinkt man durchschnittlich 4 Tassen am Tag, was etwa 12 kg im Jahr entspricht.

Gerade Kaffee-Gegner warnen häufig vor den Risiken: Kaffee sei krebserregend, erhöhe den Blutdruck und sei ungesund. Was ist dran?

Alte Studien sagen: Kaffee macht krank

Studien aus alten Jahren wollen bewiesen haben, dass Kaffeetrinker häufiger an Krebs erkrankten. Dies konnte mit neuen Studien widerlegt werden. Es wird vermutet, dass viele der damaligen Probanden rauchten – viele Kaffeetrinker sind nämlich Raucher – und dadurch das Ergebnis verfälschten. Heutzutage ist bewiesen: Kaffee ruft keinen Krebs hervor!

Es stimmt zwar, dass Kaffeekonsum den Blutdruck kurzfristig ansteigen lässt, aber er führt auf lange Sicht nicht zu chronisch erhöhtem Blutdruck. Die Wissenschaft hat auch bewiesen, was Laien sich schon gedacht haben: Menschen, die Kaffee nicht gewohnt sind, reagieren empfindlicher auf das Koffein als Menschen, die täglich Kaffee trinken.

Entzieht Kaffee dem Körper Flüssigkeit?

Nun, wie man es nimmt: Kaffee wirkt harntreibend, das ist ein Fakt. Studien haben aber ergeben, dass sich der Körper an Kaffee gewöhnt und Vieltrinker nicht häufiger die Toilette aufsuchen müssen als Kaffee-Verweigerer. Außerdem verliert der Körper dadurch nur so wenig Flüssigkeit, dass es im Laufe eines Tages bedenkenlos wieder ausgeglichen wird. Der Kaffee entzieht dem Körper also keine Flüssigkeit.

Ist Kaffee denn völlig unbedenklich?

Die Gesellschaft für Lebensmittel gibt an, bis zu vier Tassen täglich seien unbedenklich, was immerhin mehr ist, als der Durchschnittsdeutsche täglich zu sich nimmt. Vorsicht ist geboten bei Schwangerschaften: Hier geht aus den Studien noch nicht klar hervor, ob sich das Koffein nachteilig auf den Säugling auswirkt. Bekannt ist, dass das Koffein in den Blutkreislauf des Fötus eindringt.

Manche Wissenschaftler gehen davon aus, dass Kaffeegenuss in der Schwangerschaft zu Frühgeburten führen kann. Die Gesellschaft für Lebensmittel stuft eine bis zwei Tassen am Tag für unbedenklich ein. Trotzdem sollte sich jede werdende Mutter überlegen, ob sie nicht für die Zeit bis zur Geburt (oder bis nach dem Stillen, wenn gestillt wird) entkoffeinierten Kaffee trinken kann und auch auf Cola, Tee und Energydrinks verzichtet.

 

Ein Kommentar bei „Ist Kaffee wirklich ungesund?“

  1. 4 Tassen am Tag sind schon mehr als optimistisch. Denn wen
    man den Durchschnittskonsum von 150 Liter im Jahr betrachtet, dann trinkt jeder
    rund eine Tasse am Tag. 3-4 Mal in der Woche jeweils eine Tasse zu trinken
    reicht vollkommen aus. Kann mir nicht vorstellen, dass jemand 1-1,5 Liter
    Kaffee am Tag trinkt. Ich denke, dass man beim Kauf von Kaffeebohnen stark auf
    die Qualität achten sollte und genauer hinschaut, woher die Bohnen kommen, ob
    sie evtl. Fairtrade Qualitätssignale aufweisen und welche Kaffeemaschinen man
    nutzt. Wir haben jahrelang in der Studenten WG ein billiges Gerät für schwarzen
    Kaffee genommen. Bei Bosch haben wir auf http://www.bosch-home.com/de/produkte/kaffeegenuss/kaffee-automaten.html
    hochwertigere Kaffeemaschinen ausgewählt, die für die optimale Brühung sehr
    empfehlenswert sind.

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