Ist Conchita Wurst Europa´s Rettung?

Ist Conchita Wurst Europa´s Rettung? Immerhin steht sie (er) für eine “eine Zukunft ohne Ausgrenzung und Diskriminierung”. Große, aber sinnvolle und wünschenswerte Worte. Und genau für dieses Standing ist sie in Kopenhagen auf die Bühne gegangen und wird jetzt riesen groß gefeiert. Conchita erobert Europa im Sturm!

Conchita Wurst ist ein wichtiges Signal an und für Europa

Großer Bahnhof am Wiener Flughafen: Conchita Wurst ist wieder daheim in Österreich, nach ihrem Sieg am Abend zuvor beim Eurovisions-Grand-Prix. Hunderte Fans waren nach Schwechat gekommen, um Conchita – im Alltag bekannt als Tom Neuwirth – in Empfang zu nehmen. Mit ihrem Lied vom Phönix hatte sie den Wettbewerb in Kopenhagen deutlich für sich entschieden, vor den Musikern aus Holland und Schweden.

Dass eine durchaus ungewöhnliche Erscheinung wie sie den europaweiten Songwettbewerb gewonnen hat, sieht Conchita Wurst als klares Zeichen: Ihr Triumph sei auch ein länderübergreifender Sieg gegen die Diskriminierung, sagte sie nach ihrer Rückkehr. Zuvor hatte Österreich beim Songwettbewerb der Eurovision ein einziges Mal gewonnen – 1966, also vor fast fünfzig Jahren, dank Udo Jürgens und “Merci chérie”.

Udo Jürgens nannte den jetzigen Sieg von Conchita Wurst “ein wichtiges Signal an die Welt”. Er zeige, dass Europa tolerant sei, dass auch andere Lebensformen und Ideen ihre Chance hätten. Er sagte aber auch, er wünsche Conchita Wurst Kraft in nächster Zeit, denn sie werde auch in Zukunft angefeindet werden.

Hier das Video von Conchita´s Heimkehr

Nicht die ganze Welt sieht das Phänomen Conchita Wurst so positiv. Auf welt.de finden zum Beispiel die Russen ganz klare Worte, die eher Schande widerspiegeln. Im russischen Staatsfernsehen sagte der Politiker Schirinowski: “Unsere Empörung ist grenzenlos, das ist das Ende Europas” … “Da unten gibt es keine Frauen und Männer mehr, sondern stattdessen ein Es” … “Vor 50 Jahren hat die sowjetische Armee Österreich besetzt, es freizugeben war ein Fehler, wir hätten dort bleiben sollen.”

Foto:
EURONEWS/Screenshot

Schreibe einen Kommentar