Hannes Jaenicke: TV-Kommissare sind zu geleckt & brav

Hannes Jaenicke findet viele moderne TV-Kommissare zu brav und wünschte sich, sie würden sich ein Beispiel an Kult-Ermittler Schimanski nehmen – Schimanski ist echte Anarchie!

Revoluzzer mit Ecken und Kanten: Hannes Jaenicke findet die derzeitigen TV-Kommissare zu brav & “geleckt”

Am Sonntag war Hannes Jaenicke (‘Waffenstillstand’) an der Seite von Film-Ikone Götz George in ‘Schimanski: Schuld und Sühne’ zu sehen und nutzte nun in einem Interview mit der ‘Bild’-Zeitung die Gelegenheit, über die Kultrolle von Götz zu schwärmen.

“Schimanski ist TV-Denkmal, Dinosaurier. Ein Polizist, dem man ansieht, dass er nicht gut riecht. Ein Bulle. Er kloppt, er säuft, er flucht. Er kauft fünf Curry-Würste”, zählte Hannes Jaenicke begeistert auf.

Genau das sei es, was ihm bei den modernen ‘Tatort’-Ermittlern so fehle. “Viele sind zu geleckt”, unterstrich der Star, “Ecken und Kanten sind weich gebügelt! Den letzten guten ‘Tatort’ habe ich mit Schimanski gesehen. Da steckt echte Anarchie drin.”

Doch nicht die Anarchie mache ‘Schimanski’ so gut, wie er ist, sondern die Glaubwürdigkeit, die der Rolle zugrunde liegt.
“Götz George nuschelt sich manchmal ‘was in den Schnauzer. Das machen echte Menschen auch. Die sind nicht unfehlbar. Sie verdienen im Knochenjob zu wenig Geld, müssen sich in Gorleben oder so verprügeln lassen”, verdeutlichte Hannes Jaenicke.

Hannes Jaenicke und Götz George kennen sich übrigens schon seit über 25 Jahren: 1984 drehten sie gemeinsam den Thriller ‘Abwärts’.

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