Fleisch war gestern

Stars machen es vor: Vegetarische Ernährung liegt deutlich im Trend. Brad Pitt, Natalie Portman und auch Anne Hathaway sind allesamt Vegetarier, um nur einige zu nennen. Doch auch Deutschland erlebt zurzeit einen deutlichen Wandel in der Esskultur: Immer mehr Menschen sagen Nein zu Fleisch und bestellen sich im Restaurant oder beim Lieferservice lieber die vegetarische Alternative. Dabei ist häufig nicht nur das Mitleid mit dem Tier die Motivation, sondern vor allem ein neuer Sinn für das Umweltbewusstsein.

Trend oder neues Bewußtsein? 15 mal mehr Vegetarier als vor drei Jahrzehnten

Wer heutzutage im Restaurant nach einem vegetarischen Menü verlangt, wird längst nicht mehr so komisch angeschaut wie früher. Sowohl Restaurants als auch Lieferdienste haben diesen Trend schon längst erkannt und haben ihre Auswahl erweitert, so dass jeder, der das will, auch vegetarisches Essen bestellen kann. Auch Fast-Food-Ketten scheinen mit dabei zu sein: Der „Veggieburger“ von McDonalds erfreut sich großer Beliebtheit. Da die fleischlose Ernährung vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen positive Resonanz findet, bietet die Freie Universität Berlin passend dazu für ihre Studenten jetzt auch eine vegetarische Mensa an, die „Veggie N° 1“ .

Statistisch lässt sich dieser Trend ebenfalls bestätigen: Während sich 1983 gerade mal 0.6% der deutschen Bevölkerung vegetarisch ernährte (nach einer Studie von der Gesellschaft für Konsumforschung in Nürnberg), sind es nach Angaben des Vegetarierbundes Deutschland heute bereits 8-9% (Stand Oktober 2012). Der Anteil hat sich in 30 Jahren um das 15-fache erhöht.

Gründe für diese Entwicklung sind neben dem klassischen ethischen Kritikpunkt des Tötens seit der Klimadiskussion vor allem die aktuell zu beobachtende Steigerung des Umweltbewusstseins. Mit dem Verzicht auf Fleisch wollen umweltbewusste Vegetarier vor allem den Flächenbedarf für ihre Ernährung senken. Außerdem wird gerade die Züchtung von Kühen kritisiert, da diese umweltschädliches Methan produzieren.

Auch der gesundheitliche Aspekt spielt bei dem Umstieg auf vegetarische Ernährung eine tragende Rolle. Anders als früher definieren heutzutage viele Deutsche gesundes Essen eher durch den Abstand zu Fleisch und die Verwendung von Zutaten wie frisches Gemüse und Kräuter. Hier wird oft und gerne auf asiatische Küche zurückgegriffen.

Die Tendenz für die vegetarische Ernährungsweise ist steigend. Dies bestätigt auch Steve Collor, der Sprecher der „Vegetarian Society“: „Bei der derzeitigen Wachstumsrate werden die meisten Menschen in diesem Land bis zum Jahr 2030 Vegetarier sein.“

Foto:
lecker.de

4 Kommentare bei „Fleisch war gestern“

  1. – Die Jagd schadet dem Gleichgewicht der Natur
    – Durch die Jagd steigt die Überpopulation der Wildscheine & andere Waldtiere immer weiter:
    – Familienverbände werden auseinandergerissen, worauf die Wildschweine mit vermehrter Fortpflanzung reagieren
    – Durch das Ausstreuen von Nahrung werden die Waldtiere angeregt sich noch mehr zu vermehren
    – Die Bejagung des Fuchses führt zur Flucht und damit zur Ausbreitung von Tollwut
    – Alle wesentlichen von der Jägerschaft genannten Gründe für die Jagd sind heute wissenschaftlich widerlegt
    – Der Jagd fallen jährlich zusätzlich ca. 400.000 Katzen und ca. 65.000 Hunde zum Opfer

  2. Um 1 kg Fleisch zu erzeugen, benötigt man 7–16 kg Getreide oder Sojabohnen. Dies kann ohne Übertreibung als die effektivste Form von Nahrungsmittelvernichtung bezeichnet werden. In den USA fressen die rund 8 Milliarden Schlachttiere 80% der Getreideernte. Bei den Sojabohnen dienen weltweit sogar 90% als Futtermittel. Rund ein Drittel des weltweit produzierten Getreides wird an Tiere verfüttert, um deren Fleisch zu essen. Würden z.B. die Amerikaner nur 10% weniger Fleisch essen, so könnte man mit dem dadurch eingesparten Getreide rund eine Milliarde Menschen vor dem Hungertod bewahren. Alle 3 Sekunden stirbt ein Kind an Unterernährung!!

  3. – Tiere werden auf engstem Raum gefangen gehalten
    – Die Tiere für die Fleischproduktion werden so stark gemästet, dass sie sich kaum noch bewegen können, da sie aufgrund ihres Gewichtes zusammenbrechen
    – Muttertiere werden entweder angebunden oder in winzige Käfige gesteckt um ihre Kinder zu gebären
    – Männliche Schweine werden ohne Betäubung kastriert um eventuell unangenehm auftretenden Geruch im Fleisch zu verhindern
    – Hühnern und Puten werden bei vollem Bewusstsein der Schnabel mit einem glühendem Metall verstümmelt
    – Aus Zeitdruck werden viele Tiere ohne vorherige Betäubung geschlachtet
    – Viele Tiere sind noch am Leben, während ihnen schon die Extremitäten abgeschnitten, oder sie gehäutet werden
    – Alle Tiere, die der Fleischgewinnung dienen werden im Baby- oder Kleinkinderalter umgebracht
    – Fleisch ist ein Teil einer Leiche, welches mit unzähligen Larveneiern versetzt ist
    – Fleisch schmeckt neutral, erst die Würzung macht es genießbar
    – Zur Herstellung von 1 Kalorie in Form von Fleisch müssen bis zu 30 Kalorien an pflanzlicher Nahrung verfüttert werden
    – Jahr für Jahr werden rund 325000 Quadratkilometer (etwa so groß wie Deutschland), meist durch Brandrodung, Regenwald zerstört, um Weidefläche für Tiere zu gewinnen

  4. Kristine Schwarz sagt: Antworten

    Für meine Familie und mich ist gesunde Ernährung schon immer wichtig. Wir leben nun schon seit vielen Jahren vegetarisch, setzen uns gegen Tierquälerei und für die Umwelt ein. Von daher ist es uns sehr wichtig, dass die Lebensmittel, die wir zu uns nehmen, ohne Nutztierhaltung und absolut klimafreundlich hergestellt wurden. Bei den Produkten im Supermarkt kann man sich hierbei leider nicht sicher sein. Glücklicherweise stießen wir auf http://www.lebegesund.de und sind damit sehr zufrieden!
    Lebe Gesund überzeugt mit eigener klima- und tierfreundlichen Herstellung und ist in jedem Fall zu empfehlen!

Schreibe einen Kommentar