Energetische Sanierung: Welche Dämmung für das Haus?

Mehr und mehr Immobilien werden energetisch saniert. Viele Fragen sich daher “Welche Dämmung ist die richtige für das Haus?”. Auch wenn es derzeit massiv angespriesen wird: Dämmung aus zum Beispiel Polystyrol sollte niemals in Erwägung gezogen werden. Die Umweltrisiken und Risiken für die Bausubstanz stehen in keinem Verhältnis zur Energieeinsparung. Warum setzen so viele Bauträger auf die eigentlich absolut unverantwortliche Dämmung?

Die große Lüge von der Wärmedämmung – Wie Verbrauchern schlechtes gut angepriesen wird

Heizkosteneinsparungen sollten nur ein Aspekt bei der energetischen Sanierung sein: “Auch mögliche gesundheits- und umweltgefährdende Inhaltsstoffe, der Lebensweg eines Baustoffs von der Herstellung bis zur Entsorgung und das Verhalten im Brandfall sollten berücksichtigt werden”, sagt der Architekt und Baubiologe Winfried Schneider vom Institut für Baubiologie + Ökologie Neubeuern.

Nicht nur, dass die Wärmedämmung Kosten in die Höhe treiben kann anstatt einzusparen: Viele Bauträger setzen auf Dämmung aus zum Beispiel Polystyrol. Auch wenn es Studien gibt, die Polystyrol bescheinigen ökologisch akzeptabel zu sein (bei inländisch erzeugter Ware), ist und bleibt es ein unnötig erzeugter und umweltschädlicher Werkstoff. Weitere Nachteile:

  • – Starke Qualmbildung im Brandfall
  • – Recycling schwierig und nicht durchdacht
  • – Styrol ist ein Erdöl-Raffinerieprodukt und kann bei der Herstellung durch Styrol- und Pentan-Emissionen umweltbelastend sein
  • – Nicht UV-beständig, Oberfläche versprödet/vergilbt unter Sonneneinstrahlung
  • – Relativ diffusionsdicht im Vergleich zu anderen Dämmstoffen

Die KFW Bank sieht zweifel an bisherigen Strategie

Selbst die zusätzlichen finanziellen Aufwendungen für den Neubau besonders energiesparender Wohngebäude werden sich nicht amortisieren. Die Investitionen ließen sich “nicht allein aus den eingesparten Energiekosten finanzieren”, schreibt die KfW. Auf dem Rücken der von Immobilienbesitzern wird einfach und schnell Geld verdient, bei minimalen Aufwand (bezogen auf die Herstellungskosten).

Welche Alternative Dämmung ist sinnvoll?

Mineralwolle

Eine Fassade mit zum Beispiel Mineralwolle zu dämmen, sorgt für nachhaltigen Wärme-, Schall- und Brandschutz. Neben dem Schutz gegen unkontrolliertes Entweichen von Wärme sorgt Mineralwolle auch dafür, dass Lärm von außen nicht stört – denn dank ihrer ausgezeichneten Eigenschaften bietet Mineralwolle effektiven Schallschutz und garantiert so für Ruhe in den eigenen vier Wänden.

Mineralwolle dämmt nicht nur effizient, sondern sie gibt der Immobilie zusätzlich den bestmöglichen Brandschutz, denn Glas- und Steinwolle sind nichtbrennbar nach Baustoffklasse A 1.

Wärmeputz

Wärmeputz ermöglicht es, fugenlose Dämmschichten an Häuserfassaden anzubringen. Er lässt sich grundsätzlich auf allen putzfähigen Untergründen bei Alt- und Neubauten verwenden.

Wärmeputz kommt vor allem bei der Sanierung von denkmalgeschützten Altbauten und dann infrage, wenn das Anbringen eines Wärmeverbundsystems aus anderen Gründen nicht möglich ist.

Einblasdämmung

Die Einblasdämmung, oft auch Hohlraumdämmung oder Kerndämmung gennant, ist eine weitere gute Möglichkeit schnell und relativ kostengünstig zu dämmen. Mit Hilfe der Einblasdämmung kann im Dachbereich eine Energieeinsparung von ca. 20 bis 40 % erreicht werden. Bei der nachträglichen Kerndämmung beträgt die Energieeinsparung ca. 30 %. Leider ist diese Art der Dämmung nicht bei allen Immobileien möglich.

Weiterführende Links:
1. Rechte von Hausbesitzern

2. Die große Lüge der Wärmedämmung

Foto:
djd/Fachverband Mineralwolleindustrie e.V

2 Kommentare bei „Energetische Sanierung: Welche Dämmung für das Haus?“

  1. Ohne Zweifel – die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden ist eine äußerst anspruchsvolle und herausfordernde Aufgabe! Dabei liegt die Schwierigkeit besonders darin, die Vorgaben der EnEV mit den Gegebenheiten der vorhandenen Gebäude zu vereinbaren und dabei gleichzeitig die Kosten im Blick zu behalten, um allen Anforderungen gerecht zu werden.

  2. Heyhey,

    die richtige Entscheidung, welche Baustoffe für die Dämmung man verwendet ist echt keine einfache. Da wir in dieser Materie keine Ahnung von irgendwas haben, mussten wir uns auf die Beratung des Fachmanns unseres Vertrauens https://www.kemmler.de/niederlassungen/balingen verlassen. Bis jetzt hält alles sehr gut dicht, es ist auch echt gut gekühlt bei uns trotz der Hitze. Es ist beim Thema Dämmung glaub ich immer besser mit Profis zu arbeiten, denn hier kann man ordentlich Fehler machen.

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