Elton John darf nicht adoptieren

Kürzlich hat Elton John bekannt gegeben, dass er mit seinem Mann David Furnish einen kleinen 1-jährigen HIV-infizierten Waisenjungen aus der Ukraine adoptieren.

Adoption untersagt: Elton John muß ohne Lew abreisen

Eigentlich erklärte Elton John immer, eine Adoption komme für ihn nicht infrage, da er beruflich zu eingespannt ist; der kleine Lew änderte jedoch schlagartig seine Meinung. Ihm würde in England die bestmögliche medizinische Versorgung zukommen und er hätte alle Chancen, die ihm das Leben bieten würde.

Doch nun will das Familienministerium ihm einen Strich durch die Rechnung machen. Ein Problem wäre wohl, dass Elton John mit seinen 62 Jahren die gültige Altergrenze überschritte hat. Vorrangig geht es aber darum, dass Kinder nur an verheirateten Paaren abgegeben werden. „Momentchen mal“, denkt ihr sicher, „der Elton, der ist doch verheiratet.“

Ja, das ist er schon. Nach ukrainischem Recht sind diese Ehen jedoch nicht gültig. Sprich: Einem kleinen kranken Junge, der dazu verdammt ist in Armut aufzuwachsen, wird nicht die Chance seines Lebens zugestanden, weil der berühmte britische Sänger homosexuell ist.

Über soviel Engstirnigkeit und noch immer anwährende Intoleranz kann nur der Kopf geschüttelt werden.

Foto:
20min.ch

3 Kommentare bei „Elton John darf nicht adoptieren“

  1. nur dass er homosexuell ist bekommt er das kind nicht…wahnsinn! das arme kind… wie ist das in 21. jahrhundert möglich, ich kann nicht nachvollziehen.

  2. Tja, man kann hin und her streiten. Aber nur weil ein Kind in einen Armen Land aufwächst muß es nicht unglücklicher sein.

  3. Mit Sicherheit nicht unglücklicher.
    Aber es ist ja nicht nur das arme Land, sondern die trostlose Umgebung eines Kinderheims (sprich: keine Eltern) und die HIV-Infektion.
    Medizinische Vorsorge und hochwertige Versorgung ist immer eine Kostenfrage. Ich glaube kaum, dass den Kindern dort mehr als das Nötigste zugestanden wird.
    Mit der richtigen Behandlung kann man aber auch als infizierter ein hohes Alter erreichen und den Ausbruch verhindern.
    Ist sowas nun nicht wichtiger als die Schwulenfrage?

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