Ein bisschen Frieden – oder besser Krieg?

frieden ist rar auf der welt

Nicole brachte in den 80er Jahren „Ein bisschen Frieden“ – wo ist sie heute? Überall herrscht vor unserer Haustür und im eigenen Land Misstrauen, Rassismus, unterhölte Demokratie und sogar Krieg. Was die Welt in den 1980ern benötigte, braucht sie jetzt um so mehr!

Es gibt zu viele Konflikte – Friede ist out und sekundär – es muss Krachen

Pegida, IS, NSU, Ukraine, Russland, USA & Rassismus, Terrorismus, NSA … die Liste ist lang. Wie schön war es in den 80er Jahren (ausgenommen die Mode). Es gab den guten Westen und den bösen Osten. Das war es fast schon. Doch was ist dann passiert? Die Menschheit ist übersättigt. Im täglichen Kampf um Geld, Macht und Konsum, in dem es nur um die ausbeute eigener Interessen geht, haben wir den Blick für das wensentliche – unsere Mitmenschen – völlig aus den Augen verloren.

Was nun vor unserer eigenen Haustür und in unserem perönlichen Mikrokosmos aus den Fugen geraten ist, potenziert sich und wird global zu einem Massenphänomen. Frieden interessiert derzeit kaum jemanden. Das könnte man meinen, bei so wenig Stimmen für Vernunft. Es muss krachen. Vielleicht ist ein Krieg nötig um wieder für Vernunft zu sorgen, die Menschen wach zu rütteln – sie aus der Konsum Lethargie zu reißen?

Wir brauchen „Ein bisschen Frieden“ – Menschen, Intellektuelle Vorkämpfer, die etwas bewegen wollen & können. Ganz normale Menschen aus unserer Mitte, wie einst Nicole.

Süß sah sie aus, in ihrem schwarz-weiß gepunkteten Chiffonkleid mit dem großen Kragen und den langen Haaren mit Pony. Das Mädchen mit der ebenso schneeweißen Gitarre faszinierte nicht nur das Publikum in Harrogate im Jahr 1982, nein, ganz Europa lag ihr zu Füßen.

500 Millionen Menschen an den Fernsehbildschirmen waren der gleichen Meinung und die Komponisten Ralph Siegel und Bernd Meinunger konnten ihr Glück kaum fassen. Da war die kleine Nicole gerade erst 17 Jahre alt. Die Saarländerin wurde über Nacht zum gefeierten Shooting Star.

„Frieden kann nicht durch Gewalt erreicht werden, es kann nur durch Verständnis erzielt werden.“, Ralph Waldo Emerson

Doch sie hatte so gar keine Allüren, sie wirkte immer so natürlich, lässig, unschuldig. Und auch sonst zeigte sich die Schlagersängerin eher von der ruhigen Seite. Das normale Leben mit dem Mann, mit dem sie schon im Sandkasten Burgen gebaut hat und ihren Kindern ist auch heute noch für sie das Wichtigste.

Für Deutschland hatte der Grand Prix Sieg aber eine weitaus größere Bedeutung. Er schenkte wieder mehr Zuversicht und brachte ein bisschen Frieden in die turbulente Zeit. Und für die Welt war es auch an der Zeit mal endlich wieder mit leisen und harmonischen Tönen verwöhnt zu werden. Nicole hatte übrigens den letzten Auftritt in Harrogate. Da bewahrheitet sich mal wieder der Spruch: „Die letzten werden die Ersten sein“.

Foto:
Ginny / flickr / CC BY-SA 2.0

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