David Garrett hat nicht immer Bock auf Geige

David Garrett hat nicht immer Bock auf Geige und lässt sein gutes Stück manchmal mehrere Tage am Stück ruhen. Und das ist auch gut so, wie er im Interview erklätrte – der Körper und die Händen danken ihn für eine regelmäßige Ausszeit.

Eine Pause verschafft David Garrett neue Inspiration & Motivation

Obwohl er mit dem Geigenspiel seinen Lebensunterhalt verdient, gesteht David Garrett, diese nicht jeden Tag zur Hand zur nehmen. “Geige zu spielen ist keine Pflichtveranstaltung. Gerade für den Körper und die Hände ist es gut, die Geige mal nicht anzufassen”, verriet er im Interview der ‘Frankfurter Allgemeinen Zeitung’. Zudem hat er manchmal “einfach keinen Bock” zum Spielen. “Das ist auch wichtig. Sonst hast du auch keine Inspiration, wieder gut zu arbeiten. Der Abstand gibt wieder Motivation.”

Auf der Bühne wird der gebürtige Aachener indes noch immer von Aufregung gepackt, macht sich diese aber zum Nutzen.

“Es gibt positive und negative Aufregung. Gute Aufregung verlangsamt alles, du fühlst, dass du alles noch besser kontrollierst und beherrschst. Zeit wird langsamer, und du kannst schneller reagieren.” Schlechte Aufregung bewirkt allerdings, dass “plötzlich alles schneller läuft”

Für einen guten Auftritt benötigt man seiner Meinung nach ein aufmerksames Gehör. Er verrät: “Jeder Musiker auf der Bühne kann die Noten spielen und hat eine gewisse Idee der Interpretation im Kopf. Aber man muss den Moment gestalten, alles wahrnehmen und darauf reagieren. Das Tempo im Orchester unterscheidet sich, Viola oder Cello artikulieren anders – darauf musst du reagieren. Man muss sich so vorbereiten, dass man die Freiheit hat, sofort anders zu spielen.”

Foto:
David Garrett/Universal Pictures

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