Clemens Schick ist ein bodenständiger Fiesling

Clemens Schick ist ein bodenständiger (Hollywood-)Fiesling und er gilt als der geborene Film-Bösewicht: Neben seinem schauspielerischen Talent verhalfen ihm seine kantigen Gesichtszüge, der stählerne Blick und seine sonore Stimme zu einer Rolle im James-Bond-Film „Casino Royale“. Seitdem drehte der 41-Jährige auch im Ausland – allein im nächsten Jahr werden vier Kinofilme mit ihm anlaufen.

Clemens Schick bei der Premiere von „Django Unchained“

Kürzlich spielte der Wahlberliner in „Das Jerusalem-Syndrom“ einen Sektenführer , der auf die Rückkunft des Messias wartet. Clemens Schick verrät im Interview mit „Gala.de“, dass es für ihn besonders reizvoll sei, jemanden zu spielen, dessen Handeln er nicht nachvollziehen könne. Er habe keine Angst abgründige Charaktere zu spielen. Schick: „Was mich an meinem Beruf immer mehr reizt, ist, dass ich meinen Voyeurismus, meine Neugier auf Menschen, ausleben kann. Ich kann mich meinen Rollen gnadenlos nähern, bis ich sozusagen die Figur bin.“

In die Traumfabrik zieht es den Film-Fiesling nicht unbedingt: „Hollywood ist immer so ein Totschlag-Wort. In dem Augenblick, in dem es fällt, spielen sich in den Köpfen vieler Leute Szenarien ab, die mit der Realität des Filmgeschäfts nicht viel zu tun haben. Ich finde: Entweder man ist dort und hat die Rollen – oder eben auch nicht. Darüber zu reden, ob man da hin will oder Hollywood ruft oder so etwas, das mach ich nicht gern. Das ist nur so eine Roter-Teppich-Fantasie.“ Man wird doch wohl noch träumen dürfen Herr Schick?

Foto:
highgloss.de

Schreibe einen Kommentar