Bitte? Daniela Katzenberger eine Matratze?

Wie bitte? Daniela Katzenberger eine Matratze? Wie wichtig nehmen sich Schauspieler so über jemanden herzuziehen? Hat nicht jeder eine Chance verdient etwas zu machen was ihm/ihr Spaß macht? Haben wir als Konsumenten es nicht in der Hand selbst zu urteilen und über Erfolg und Misserfolg zu entscheiden?

Daniela Katzenberger ist wegen ihrer Rolle im ARD-Krimi
einem Shitstorm auf Facebook ausgesetzt …

Sicherlich sind so einige TV-Formate fragwürdig. Aber es gibt scheinbar (mnachmal leider) einen Markt dafür. Und warum dürfen, wenn sich die Chance offenbart, nicht gelernte Schauspieler nicht auch mal vor die Kamera? Was früher nur in Amerika üblich war, wird nun auch in Deutschland immer mehr zur Realität: Blondchen Daniela Katzenberger mauserte sich vom Auswanderer-Girl zum Reality-Star, bekam ihre eigene Sendung, eröffnete ein Café auf Malle, wurde zum Aushängeschild einer Billigmöbelkette und wagt nun den Sprung ins Krimi-Genre, um die seriöse Schauspielerin zu geben – ohne Ausbildung.

Die ARD bot ihr eine Hauptrolle an in „Frausche und die Deiwwelsmilsch“ (so lautet der Arbeitstitel) als kriminalistisch begabten Sparkassenangestellte. Nun hagelt es Kritik gegen die Katze auf Facebook. Auch vonseiten deutscher Schauspielstars. Und das teils ziemlich mächtig …

„Ich fühle mich, in dem wofür ich immer noch kämpfe in diesem Beruf, tief beleidigt“, schreibt Sven Martinek: „Als wären wir lediglich textaufsagende Kasper. Es reicht!!!!“ Kollege Chris Arend stänkert: „Wofür haben wir unseren Beruf gelernt, wenn die nur ‚Matratzen‘ nehmen.“ Auch für Schauspieler Ingo Naujoks, der jahrelang an der Seite von Maria Furtwängler im „Tatort“ zu sehen war, ist die Wahl der ARD völlig unbegreiflich: „Liest Bushido etwa ‘Das Wort zum Sonntag’?“, Moderiert Costa Cordalis das ‘Heute Journal’? Und: „Präsentiert uns Joey Heindle jetzt ‘Wissen vor acht’?“

Zu guter Letzt stellte er die Frage: „Und heißt ARD jetzt A-lles R-echt D-ämlich? Also bitte, Frau Katzenberger…“ so sein Kommentar gegenüber „Bild“. Aber die „Katze“ wäre nicht da wo sie heute steht, wenn sie sich von ein bisschen Kritik beeindrucken lassen würde … Krankt Deutschland hier nicht an etwas anderes?

Foto:
Screenshot/ZoomIn

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