Badarmaturen – ist günstig gleich schlecht?

Badarmaturen günstig zu erwerben, kann auch nach hinten losgehen. Gemäß dem schwäbischen Motto „Was nichts kostet, ist nichts“ tappt derjenige in die Qualitätsfalle, der hier am falschen Ende spart. Die Qualitätsunterschiede sind teils immens.

Gerade bei Badarmaturen sollte man auf das Preis- / Leistungsverhältnis achten und einige Punkte vor dem Kauf beachten

Wir möchten nicht behaupten, dass es keine brauchbaren No-Name Produkte gibt. Doch beim Kauf sollte einiges beachtet werden, damit im frisch renovierten Bad keine bösen Überraschungen aufkommen.

Schon das Innenleben der Markenarmaturen ist in der Regel ganz anders aufgebaut – nämlich hochwertig. Keramik und Gummidichtungen sind hochpräzise aufeinander abgestimmt und von guter Qualität.

„Ob die Armatur dicht und gleichzeitig leichtgängig ist, hängt vom Material, der Qualität und der Verarbeitung der Dichtungen ab“, erklärt Jens Wischmann, Geschäftsführer der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft in Bonn.
Tipp: Ein kleiner Test vorm Kauf kann hier verraten, welche Variante in der Armatur verbaut ist. Bei keramischen Dichtungen lässt sich der Griff nur um ein Viertel oder die Hälfte einer Umdrehung bewegen. Der Anschlag ist hart.

Armaturen sollen natürlich auch robust und langlebig sein und dabei keine Schadstoffe an das Wasser abgeben. Neben Edelstahl verwenden hochwertige Anbieter von Armaturen in erster Linie Messing zur Herstellung der Armaturenkörper. Hochwertig verchromt geben solche Badarmaturen auch nach einigen Jahren noch einen schönen Blickfang ab.

Gerade im Internet, wie auf ebay, geistern sehr viele vermeintliche Schnäppchen herum und warten förmlich auf den Einbau. Doch Vorsicht ist geboten. Verchromungen sind oft minderwertig und blühen nach kurzer Zeit auf, Schweißnähte oder einzelne verbundene Komponenten lösen sich auf und Dichtungen werden schnell porös und damit undicht.

Es gibt aber gute Alternativen. Markenware, die günstig verkauft wird – über seriöse Shops! Nach konkreter Recherche nach Grohe Armaturen sind wir zum Beispiel auf Emero gestoßen. Zwar erhält man in den Online-Shops nicht immer das aktuelle Top-Produkt, welches gerade mächtig im Trend ist, aber man kann zumindest sicher gehen, dass Qualitätsware zu einem guten Preis verkauft wird.

Weitere Tipps:
• Möglichst Deutsche Hersteller wählen. Diese müssen eine Ersatzteilversorgung von 12 Jahren gewährleisten
• Hochwertige Armaturen sind nicht laut. Das Wasser rauscht nur ganz leise.
• Die Hebel sind leichtgängig und präzise
• Der Armaturenkörper ist aus einem Stück gefertigt
• Bei Qualitätswaren gibt es keine Probleme mit den Anschlüssen – Stichwort Normen
• Qualitätsarmaturen enthalten kein Blei
• Ist der Wasserdurchlauf begrenzbar?

Gute Hersteller sind:
• Grohe
• Jado
• Villeroy & Boch
• Steinberg
• Vola
• Ideal Standard
• Hansa
• Herzbach
• Kludi
• Nobili

Fazit:
Badarmaturen – ist günstig gleich schlecht? Nicht zwangsläufig. Es gibt auch qualitativ gute No-Name Produkte, aber leider auch sehr viele minderwertige Angebote. Ein genauer Blick und der eine odere andere Euro mehr lohnen sich aber definitiv.

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