Adventskalender mal anders

Adventskalender mal anders

In nicht ganz zweieinhalb Wochen befinden wir uns im Dezember und somit im Adventskalendermonat. Aber ist es nicht langweilig, jedes Jahr den Supermarkt-Kalender aufzuhängen und immer nur Schokolade vorzufinden?

Noch ist genug Zeit, um seinen ganz persönlichen Adventskalender zu gestalten und ihn zu verschenken.

Die Idee mit den Brottüten

Ein wichtiger Grundsatz beim kreativen Basteln lautet: Zweckentfremdung. Für einen Kalender, der individuell mit nicht zu schweren Dingen bestückt wird, bietet sich der Kalender aus Brottüten an, die es schon für kleines Geld im Supermarkt zu kaufen gibt. Am schönsten sehen sie im traditionellen Braun aus.

Wer sich mit Bildbearbeitungsprogrammen auskennt, kann nun individuelle Aufkleber erstellen, Zahlen von 1 bis 24, und diese auf die Brottüten kleben. Alternativ bieten auch viele Internetseiten Etikettenservice an, so zum Beispiel Personello.com . Dort kann man aus vielen verschiedenen Vorlagen seine eigenen Aufkleber erstellen. Wer es günstiger, aber auch weniger individuell mag, kauft sich Zahlenaufkleber im Bastelgeschäft. Die fertigen Brottüten werden zum Beispiel mit Wäscheklammern aus Holz an einer Schnur befestigt.

Alternative: Söckchen

Wer keine Brottüten benutzen will, der findet die Idee mit den Söckchen vielleicht besser: 24 Söckchen für Kleinkinder (am besten in zwei verschiedenen Farben) kaufen und entweder mit Textilstiften beschriften, mit Zahlen bekleben oder kleine Schilder basteln und festnähen. Auch diese Söckchen, die an amerikanische Socken am Kamin erinnern, können dann an eine Schnur gehängt werden.

Wer keine Zeit oder Lust zum Basteln hat, kann sich auch bei Dawanda.de nach Adventskalendern umsehen.

Tradition der Adventskalender

Woher kommt eigentlich der Brauch, Adventskalender zu benutzen? Die ersten Adventskalender entstanden vor mehr als 160 Jahren und stammten aus christlich geprägten Familien, die damit die Zeit bis Heilig Abend abzählten. Es gab verschiedene Arten von Kalendern: Mit Kreide wurden 24 Striche auf den Türrahmen gemalt, wobei jeden Tag ein Strich entfernt wurde. Andere hatten eine Adventskerze, die jeden Tag bis zur nächsten Markierung heruntergebrannt wurde.

Die heutigen Adventskalender, bei denen man Türchen öffnen kann, entstanden Anfang des 20. Jahrhunderts und genossen erst in den fünfziger Jahren wachsende Popularität, als eine Massenproduktion und somit Kostenreduzierung möglich war. Wo früher noch biblische Bilder hinter den Türchen zu sehen waren, wurden nun verträumte Szenen gezeigt, die mit dem christlichen Weihnachtsfest nur noch bedingt verwandt waren.

Der Trend geht übrigens heutzutage wieder zu den klassischen selbstgemachten Adventskalendern, in denen häufig kleine Geschenke statt Schokolade versteckt sind.

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