Adam Ant – Die personalisierte Punk-New-Romantic-Ameise

adam ant steht für ein stück 80er jahre kult


Adam Ant – Die personalisierte Ameise: Ant heißt Ameise und Adam & the Ant das ist die Band mit Frontmann Adam alias Stuart Goddard, die in den 80er Jahren besonders durch optische Highlights für Furore sorgte.

Adam Ant – ein Stück 80er Musikkult

Die erste Formierung der Band sah folgendermaßen aus: Adam Ant (Gesang), Dave Barbe (Drummer), Lee Gorman (Baßgitarre) und Matthew Ashmann (Gitarre). Die Wahl für die Ameisen hängt mit der Assoziation Adams für Willenstärke und Intelligenz zusammen. Der erste Auftritt fand 1977 am Institut für zeitgenössische Kunst in der piekfeinen Londoner Mall-Street statt.

Leder-Fetisch, Dominas und Masochisten

Die Kulturfunktionäre waren durch die Darbietung und die Optik so geschockt, dass der Auftritt schnell ein Ende hatte. Adam nahm es mit Humor, denn er gab offen zu, seine musikalischen Schwächen zu haben, die durch sein exzentrisches Auftreten und die passenden Kostüme überdeckt werden mussten.

Und genau das kam auch beim Zielpublikum an. Seine ersten Liedtexte handelten von Leder-Fetisch, Dominas und Masochisten und waren bei Produzenten weniger gefragt. Der Erfolg blieb dementsprechend in den ersten Jahren aus und es war mehr ein Tingeltangel durch miese Klubs.

Schwarze Gummipumphosen, ein T-Shirt mit der Aufschrift Sittenstrolch, gekauft in einem Laden namens „Sex“ im Londoner Stadtteil Chelsea nahe der Kings Road, zierten Adams Körper und zogen die Gespräche auf sich. Ladeninhaber Malcom Mc Laren entwarf die Kleidungsstücke und war Manager der Punk Gruppe Sex Pistols. 1979 hegte der Manager Interesse an Adam & the Ants.

Die Band blieb bei Mc Laren, Adam zog mit samt seinem Namen alleine weiter, da ihm die Machenschaften von Mc Laren nicht geheuer waren. 1980 suchte sich Adam eine neue Formation, Marco Pirroni kam als Gitarrist mit ins Boot, es folgten Terri Lee Miall und Christopher M. Hughes als Drummer sowie Gary Tibbs. Damit war der Aufstieg von Adam Ant vorprogrammiert, innerhalb von einem Jahr katapultierte er mit dieser Besetzung und neuen Songtexten nach oben.

Punk oder Pirat?

Schwarz gefärbter Punk-Bürstenhaarschnitt, Fotos von Karl Marx oder Stalin an seiner Brust – Reine Provokationsabsicht sonst nichts. Der Piratenlook wurde zu seinem Markenzeichen und auch sonst tobte sich der Londoner modisch immer wieder aus, z.B. mit schwarzem Schottenrock, Stiefeln und Lederjacke oder nacktem Oberkörper und Kilt.

Auch vor der Ritter-Rüstung hat Adam nicht halt gemacht. Lackierte Fingernägel und bunte Streifen im Gesicht, Rüschenhemden, Leder- und Glanzhosen, so zeigte sich auch die Band. Ein Stück 80er Musikkult, der heute noch nicht zu Ende ist, denn mit eigener Website und neuen Songs ist Adam Ant 2013 wieder aus der Versenkung erschienen.

Adam Ant hat so einiges durchgemacht, er sei manisch-depressiv gewesen und sein üppiger Medikamentenkonsum blieb ebenfalls nicht unter dem Deckmäntelchen der Verschwiegenheit. Die neueren Songs sind daher auch eher etwas für alle, die sich Subkulturen verbunden fühlen und sich von melancholischen Songs mit irritierenden Titeln und Texten nicht abschrecken lassen

Foto:
ge’shmally / flickr / CC BY-NC-SA 2.0

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