Woher kommt mein Strom

Viele Kunden fragen sich immer noch: Woher kommt mein Strom? Sie wünschen sich mehr Transparenz im undruchsichtigen Strommarkt. Was brachte die Stromkennzeichnungspflicht – viele Kunden ?

Yello Strom gewinnt rund die Hälfte der Energie aus Kernkraft, nur 16 Prozent dagegen aus erneuerbaren Energien. Ökostromanbieter verkaufen dagegen Strom, der zu 100 Prozent aus regenerativen Quellen stammt.

Transparenz gewünscht: Woher kommt der Strom aus der Steckdose?

Umweltverbände kritisieren jedoch, dass die Übersicht nicht differenziert genug sei. Beispielsweise ist nicht ersichtlich, ob durch Erdgasverbrennung erzeugter Strom mit Hilfe der Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt wurde. Insbesondere Stadtwerke nutzen die bei der Stromerzeugung entstehende Wärme oft für den Weiterverkauf als Fernwärme. Damit müssen Privathaushalte keine zusätzliche Energie für die Heizung aufwenden. Das so gesparte Geld kann zum Beispiel wiederum in einen Autogas Umbau gesteckt werden. Dieses Verfahren ist deshalb unterm Strich deutlich umweltfreundlicher als die Stromgewinnung in Großkraftwerken.

Hinzu kommt, dass der an den Strombörsen gekaufte Strom nicht gekennzeichnet werden muss. Stattdessen wird im Regelfall für die Stromkennzeichnung der Strommix der jeweiligen Börse herangezogen. Regional sind bei der Stromgewinnung deutliche Unterschiede festzustellen. So stammt in Schleswig-Holstein der größte Teil des dort erzeugten Ökostroms aus Windenergie, in Bayern dagegen aus der Wasserkraft. In Bayern ist zudem der Anteil der Kernkraft an der Gesamtstromgewinnung besonders hoch. In Nordrhein-Westfalen wird Strom dagegen überwiegend aus Kohle hergestellt. Besonders hoch ist der Anteil der erneuerbaren Energien in Mecklenburg-Vorpommern.

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