Stromausfall

Ein Tag Stromausfall im Reichstag: Einen Tag ging gar nichts mehr im Reichstag in Berlin. Warum gab es keinen Notstrom?

Stromausfall: Im Reichstag ging nichts mehr

Drinnen im großzügig angelegten Reichstagskomplex herrschte Ratlosigkeit und teilweise ein ganz anderer Alarm: Toilettenverbot für alle, weil auch die Pumpanlage still stand. Nicht jeder der Reichstagsmitarbeiter und Politiker hielt sich daran, die Folge waren leichte Überflutungen. Techniker waren unermüdlich im Einsatz, um eine funktionstüchtige Notstromversorgung sicher zu stellen – was nicht immer gelang. Immerhin funktionierten nach einiger Zeit wieder die Telefonanlage und die Notbeleuchtung im Flur, die Computer blieben weiterhin aus. Einzeltelefonate sowie Telefonkonferenzen über die Telefonanlage ermöglichten zumindest einen Teil der Kommunikation zwischen den Mitarbeitern.

Im Reichstagesgebäude, das so plötzlich ohne Strom da stand, hatte nicht jeder Verständnis für die prekäre Lage. Es sei doch ein Unding, so der Pressesprecher einer im Bundestag vertretenen Fraktion, dass es im Reichstagsgebäude keine vollwertige Notstromversorgung gebe. Schließlich werde hier tagesaktuelle Politik betrieben und man sei darauf angewiesen, permanent mit Strom versorgt zu werden. So könne er jetzt seine Pressemeldungen nicht per E-Mail verschicken. Erst nach 20 Uhr war die komplette Stromversorgung im Reichstag wiederhergestellt.

Eine Erklärung dafür, warum es in einem der wichtigsten Gebäude der Republik keine voll funktionstüchtige Versorgung mit Notstrom gibt, wurde von offizieller Seite nicht abgegeben. Der Stromversorger Vattenvall, der für sämtliche Regierungsgebäude in Berlin zuständig ist, vermeldete nur soviel: Bei Angela Merkel im nahen Bundeskanzleramt war der Strom auch ausgefallen, allerdings nach kurzer Zeit wieder voll da. Grund: Hier gibt es anders als im Reichstag ein voll funktionstüchtiges Notstromsystem.

Schreibe einen Kommentar