Ehrlicher Newcomer aus dem Ruhrpott

Wie ist es alleine zu sein, Sebel?

Wer ist Sebel? Er ist der urige, kantige Poet aus dem Ruhrpott

Leider kennen viel zu viele Menschen das Gefühl des „Alleine Seins“. Auch Newcomer Sebel kennt dieses Gefühl und verarbeitet es musikalisch in einem großartigen Song für die Allgemeinheit das draussen. Wem ein paar erhliche Worte aus dem Ruhrpott Trost schenken, sollte sich unbedingt seine neue Single anhören – alle anderen auch!

Sebel ist kantig, urig und ein Poet

„Geschichten gibt es immer genug zu erzählen, man muss nur die Augen offen halten“, sagt der aus dem Ruhrgebiet stammende Singer/Songwriter Sebel. Und genau das macht der charismatische Thirty-Something innerhalb seiner Songs. Schöne Geschichten und manchmal auch nicht so schöne. Nur eines haben alle seine Storys gemeinsam: Sie sind ehrlich, unverschnörkelt und sie besitzen diesen ganz besonderen realen Charme.

Sebels „Lied vom alleine sein“ ist, wie viele seiner neuen Stücke, eine sehr persönliche und selbstreflektierende Geschichte. Der Song suhlt sich nackt und unbekümmert im Gefühl des „Alleine Seins“, ein Gefühl das jeder verletzte und verlassene Mensch kennt. Wir machen dann oft seltsame Dinge, um uns abzulenken, um auf uns aufmerksam zu machen, und haben das Gefühl einfach alles stehen und liegen zu lassen, und weit weg rennen zu wollen.

Sebel nimmt eines der ältesten und romantischsten Sinnbilder des „einsamen Typen“ zu Hilfe, nämlich das des Seefahrers. Das viel zu stürmische Meer, befahren mit dem letzten zerrissenen Segel, die betrunken verfasste Flaschenpost, all das sind Sinnbilder für Dinge, die Menschen tun wenn sie verzweifelt und verlassen sind.

Und obwohl es ein trauriges Lied ist, schafft es Sebel textlich immer wieder mit Wortwitz und lustigen Bildern seinen Humor selbst in ein so melancholisches Lied einfließen zu lassen.

Musikalisch erinnert das „Lied vom alleine sein“ an die frühen folkigen Bob Dylan Songs, erzählerisch vorgetragen, akustisch, ohne viel Schnickschnack. Der Song hat einen ehrlichen, handgemachten Sound. Sebel klingt hier unerwartet leise, heiser, fast versoffen und der sehr eingängige Refrain wird durch tolle (echte) Streicher untermalt.

Alles in allem ein wunderbar einfaches, eingängiges, ehrlich vorgetragenes melancholisches Lied, das weder zu schmalzig noch zu düster ist, weil es eben das „sebeltypische“ Augenzwinkern in jeder Textzeile hat.

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Chris

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