In Asien könnten die die Kassen klingeln

Ist Rihanna reich? Da geht noch was

Rihanna´s Vermögen könnte noch viel höher sein. Sie ist reich, keine Frage. Aber, wenn sie nur von einer bestimmten Zielgruppe besser angenommen werden würde, dann würde es nochmal so richtig klingeln. Andere Popstars lieben ihre Fans in Asien. Und das nicht nur aus Höflichkeit, denn die asiatischen Fans lassen es kräftig in der Kasse der Promis klingeln. Ob Maroon 5, Taylor Swift und Kate Perry – sie räumen in Asien kräftig ab. Warum das so ist?

Rihanna´s Einkommens-Potenzial ist groß – sie muss es nur nutzen

Seit Jahrzehnten profitiert die Musikindustrie vom wachsenden Wohlstand in Asien. Bereits 2010 haben Länder wie China, Singapur, Südkorea und Japan die USA beim Verkauf von Datenträgern wie CDs und Musik-DVDs überholt. Auch beim Ticketverkauf macht der Kontinent dem Westen inzwischen richtig Konkurrenz.

Das wissen natürlich die englischsprachigen Popstars. Wo noch eine Mark aus spendablen Fans herausgeprsst werden kann, spricht sich schnell rum. Allerdings müssen einige Künstler noch am Erfolg in diesem Teil der Welt arbeiten. Kulturelle Differenzen können eine hohe Hürde sein, auch wenn man anderswo bereits ganze Stadien füllt. Rihanna ist hierfür ein Beispiel.

Amerika und Europa hat sie im Sturm genommen, aber ihre „Diamonds“-World Tour macht in Asien lediglich in Macau, Manila und Singapur halt.

Bei allen fünf Welttourneen hat Rihanna nur bei zwei Tourneen auch in Südostasien vorbeigeschaut. Der Grund dafür ist nicht, dass sie an diesem Markt kein Interesse hätte, aber ihre Musik und Marke haben die asiatischen Fans bisher nicht so erreicht wie in den USA oder Europa.

Wie wird man in Asien ein Star?

Wenn es hierfür ein einfaches Rezept gäbe, könnte dies leicht kopiert werden. Aber so einfach ist es leider nicht. Bleibt der Blick auf die positiven Beispiele. Maroon 5 ist ein solches. Die Band wird 2015 insgesamt elf Auftritte in der Region absolvieren, von denen zehn ausverkauft sind. Die internationale Ticket-Plattform Ticketbis hat zudem herausgefunden, dass von den zehn Konzerten mit den höchsten Umsätzen sechs in Asien gespielt wurden (Taipei, Hongkong, Singapur, Bangkok, Manila und Seoul). Dies zeigt, dass asiatische Fans bereit sind, für ein Ticket mehr auszugeben als europäische oder amerikanische Fans.

Asiatische Fans bezahlen höhere Ticketpreise

Taylor Swift kann ebenfalls auf große Erfolge in Asien verweisen. Nicht nur, dass sie eine exklusive Modemarke in China auf den Markt gebracht hat. Die höchsten Umsätze erzielte sie bei Auftritten in Singapur und Japan. Laut der Ticketbis-Verkaufszahlen wurden fast 35 Prozent der Umsätze ihrer „1989“-Tour bei zwei Konzerten in Singapur erzielt. Und von den zehn Ländern mit Topumsätzen kommen sechs aus Asien.

Schließlich kann auch Kate Perry auf große Erfolge in der Region verweisen. Während der letzten zwölf Monate konnte sie vor allem durch ihre „Prismatic World“-Tour 135 Mio. US-Dollar umsetzen. Insbesondere die Fans aus Asien sowie Südamerika haben dazu beigetragen. Aus Ticketbis-Sicht gehörten die Konzerte in Macau, Singapur und Taipei zu den zehn besten Ticketumsätzen des Jahres.

Auch One Direction und Robbie Williams haben es geschafft, die asiatischen Fans zu überzeugen. Im Fall Rihannas bleiben zwei Möglichkeiten: Entweder die asiatischen Fans beginnen, sich auf sie einzulassen, oder Rihanna muss ihr Image ein wenig „polieren“.

Foto:
Steven Depolo / CC BY 2.0 / flickr.com

Mehr zum Thema:

Chris

Deine Meinung?